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Was uns 2015 beschäftigen wird


Die Technologie zur Digitalen Transformation gibt es bequem aus der Cloud, so dass sich die Unternehmen auf die inhaltlichen Aspekte konzentrieren können
Für den Mittelstand bleibt der Weg in die Cloud auch weiterhin eines der wichtigsten Themen für das Jahr 2015

Ein Ausblick auf das Jahr 2015 von Joachim Schreiner, Senior Vice President Central Europe, Salesforce

(23.01.15) – Rückblickend das Jahr 2014 für Salesforce ein aufregendes Jahr: unser CEO und Chairman Marc Benioff hat die Salesforce1 World Tour in München eröffnet, wir haben die bisher erfolgreichste Dreamforce ausgerichtet und sind mit unserer sechsten Cloud "Wave" in den Analytics-Markt eingestiegen; dazu haben wir im Sommer die strategische Partnerschaft mit der T-Systems als ersten Vertriebspartner unserer Cloud-basierten CRM-Lösungen in der DACH-Region bekannt gegeben und wir sind mit einem Umsatz von über 4 Milliarden US-Dollar als erster reiner Cloud Computing-Anbieter in die Top 10 der weltweiten Business Software-Anbieter eingestiegen.

Aber genug in den Erinnerungen geschwelgt! Es ist Zeit, nach vorne zu schauen: Auch 2015 verspricht wieder spannend zu werden! Unter anderem eröffnen wir in Kooperation mit T-Systems unser erstes Rechenzentrum in Deutschland und wir bauen unser Engagement im europäischen Markt aus. Was Salesforce und die IT-Branche aus unserer Sicht in den kommenden Monaten beschäftigen wird, habe ich Ihnen unten stehend zusammengefasst. Eines steht bereits jetzt fest: Es wird ein ereignisreiches Jahr mit innovativen Trends und wegweisenden Entscheidungen werden. Wir bei Salesforce freuen uns, gemeinsam mit unseren deutschen Kunden und Partnern diese Themen weiter voranzutreiben und mitzugestalten. Was sind aus Ihrer Sicht die Trends und Dinge, die uns 2015 bewegen werden? Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen und stehe jederzeit gerne zur Diskussion zur Verfügung.

Digitale Transformation
Die digitale Revolution ist in vollem Gange und bleibt auch 2015 ein wichtiges Thema. Produkte, Services, aber auch das tägliche Arbeitsleben und die Kommunikation werden zunehmend digitaler – die Digitalisierung wird zu einem gesellschaftlichen Trend. Müssen wir diese Entwicklung automatisch gut finden? Die Antwort lautet "nein". Jeder muss für sich selbst entscheiden, inwieweit er den Trend verfolgt und lebt. Fest steht aber: Wir kommen nicht darum herum. "Adapt or die" hat Karl-Heinz Land, digitaler Darwinist und Evangelist, den Trend kürzlich sehr treffend kommentiert. Und damit trifft er ins Schwarze. Als Verbraucher hat man noch die Wahl, ob man beispielsweise Online-Banking macht oder in die Filiale um die Ecke geht oder ob man im Internet einen Flug oder Zug bucht oder das nächste Reisebüro besucht. Noch! Zwar wird es auch weiterhin möglich sein, Produkte und Services offline in Anspruch zu nehmen, aber die rasant steigende Nutzung von Smartphones und mobilen Apps zeigt ganz klar, dass der Konsument, der Endkunde die Digitale Transformation vorantreibt. In der Kommunikation von Unternehmen ist die Digitale Transformation bereits angekommen: Emails, Collaboration-Tools, Social Media sind längst Bestandteil der täglichen Arbeit. Machine-2-Machine wird immer bedeutender. Kritische Stimmen sind der Meinung, dass gerade durch die Industrie 4.0, der Vernetzung von Produktionsabläufen, M2M-Kommunikation und deren Automatisierung, Arbeitsplätze verloren gehen.

Ich sehe das anders: Die Arbeitskultur und die Wirtschaft wandeln sich. Bestimmte Jobs fallen vielleicht weg, dafür werden sie durch neue Aufgaben ersetzt, die erst durch die Digitalisierung möglich werden. Die digitale Revolution bietet aus meiner Sicht reichlich Chancen und Potenziale, noch innovativer zu sein, noch bessere Produkte zu produzieren, Kunden einen noch besseren Service zu bieten und damit auch die Wirtschaft anzukurbeln – gerade der Mittelstand kann von dieser Transformation profitieren. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage, viele Geschäftsmodelle verlagern sich in den digitalen, mobilen Bereich. Unternehmen, die sich nicht digital transformieren, werden dann schlichtweg bei diesem Business nicht dabei sein. Deshalb, unsere Botschaft an die Unternehmen: Scheut Euch nicht und macht mit bei der Digitalen Transformation! Dabei ist es wichtig, dass nicht nur Teile des Unternehmens transformiert werden, sondern ein ganzheitlicher strategischer und individueller Ansatz gefahren wird. Digitale Transformation ist kein Thema für eine Abteilung, die sich das als Mission vornimmt. Der CEO muss dahinter stehen und den kulturellen Wandel mitvorantreiben. Die Technologie zur Digitalen Transformation gibt es bequem aus der Cloud, so dass sich die Unternehmen auf die inhaltlichen Aspekte konzentrieren können.

Mittelstand
Für den Mittelstand bleibt der Weg in die Cloud auch weiterhin eines der wichtigsten Themen für das Jahr 2015. Industrie 4.0 und die damit einhergehende digitale Transformation betreffen nicht nur große Unternehmen, sondern auch mittelständische Betriebe – vor allem im Bereich Produktion und Maschinenbau. Die Erkenntnis, dass sich Unternehmen digital (neu) aufstellen müssen, ist bereits weitgehend etabliert. Nicht zuletzt bringt die Cloud auch kleineren Unternehmen entscheidende Kostenvorteile, da sie sich beliebig skalieren lässt. So ist die Anzahl der mittelständischen Unternehmen, die der Cloud aufgeschlossen gegenüberstehen, laut Bitkom weiter gestiegen – im Bereich Maschinen- und Anlagenbau ist das sogar jedes zweite Unternehmen. Den Einstieg bietet dabei oft die Private Cloud, die bei nach wie vor weit verbreiteten Sicherheitsbedenken oft als die "sicherste" Variante aufgefasst wird.

Dabei berichtet die Mehrheit der Unternehmen, die Public Cloud-Lösungen einsetzen, von durchweg positiven Erfahrungen. Zu Recht! Daher bleibt auch im kommenden Jahr eines unserer Hauptanliegen, gemeinsam mit deutschen Partnern, darunter auch innovativen Start-ups, verstärkt an der Akzeptanz der Cloud zu arbeiten und Unternehmen bei der schnellen und einfachen Implementierung zu helfen – gerade dafür steht Salesforce. Eine Lösung aus der Cloud ist gerade für Mittelständler, die sich keine elaborierte IT leisten können oder wollen, eine der sichersten Lösungen. Denn in die qualitativ hochwertigen Produkte aus der Cloud von vertrauenswürdigen Anbietern sind vollständige Security-Lösungen eingebettet. Durch permanente Updates, von denen der Anwender nichts mitbekommt, die kein Eingreifen durch die IT auf Seiten des Unternehmens erfordert, sind die Produkte immer auf dem neusten Sicherheitsstand.

Wie Cloud-Lösungen dazu beitragen, das Betriebsergebnis erheblich zu steigern, möchte ich gerne an einem Beispiel aus dem Bereich optische Sensortechnik zeigen. So hat der mittelständische Familienbetrieb Steinbichler Optotechnik durch den Einsatz von Salesforce seine Marketing- und Vertriebsprozesse komplett umgestellt. Mit Erfolg: Das Unternehmen hat sich durch herausragende Kundenbetreuung und Service ein Alleinstellungsmerkmal im immer schärferen weltweiten Wettbewerb geschaffen. Gleichzeitig erleichtert das vollständige Abbilden aller Vertriebsphasen in der Cloud die Zusammenarbeit mit Distributoren auf der ganzen Welt. Dies zeigt, dass wir bereits eine sehr gute Lösung bereitstellen. Dennoch wollen wir uns nicht darauf ausruhen und suchen den ständigen Dialog mit Kunden und Partnern, um noch besser zu werden – eine typische Silicon-Valley-Mentalität eben!

Der Kunde steht im Zentrum
Die digitale Transformation schreitet aber nicht nur in der Industrie voran, sondern findet ihren Weg vermehrt in das Alltagsleben der Menschen. Von Smart Home, über Wearables bis hin zu Connected Cars – um nur einige Beispiele zu nennen – wird der Siegeszug des "Internet of Things" auch in 2015 weiter anhalten. Wir bei Salesforce gehen da noch einen Schritt weiter: Denn hinter jedem Gerät, jeder App, jeder Aktivität steht eine Person – wir nennen daher dieses Phänomen das "Internet of Customers". Personalisierte und individuelle Services und Kundenansprache werden daher eine immer größere Rolle spielen, da die Erwartungen der Verbraucher noch weiter steigen werden. Schließlich sollen die "digitalen Helfer" das Leben der Verbraucher einfacher machen. Für Unternehmen geht es vor allem um die Frage: Wie gelingt es, eine tiefere Beziehung zu den Verbrauchern aufzubauen, die alle Bereiche vom Marketing bis hin zum Service umfasst? Das ist eine große Herausforderung, denn der Konsument will – wann und wie immer er mit einer Marke in Berührung kommt – etwas erhalten, das ihn inspiriert. Der Marke wiederum kommt diese Inspiration zugute: Der Verbraucher interagiert mit der Marke und teilt sein Feedback über bestimmt Produkte – dies ist wiederum für andere Konsumenten wertvoll. Wie wäre es also mit etwas, das uns den Weihnachtsstress abnimmt?

Zum Beispiel könnte man in Zukunft eine App für Weihnachtsgeschenke erstellen, die nicht nur anzeigt, was wir wem in den letzten Jahren geschenkt haben, sondern auch Vorschläge macht für ein passendes Geschenk in diesem Jahr. Bestellen könnte man direkt über die App, die auch mit dem Kalender vernetzt ist und automatisch anzeigt, wann man spätestens bestellen muss, damit das Geschenk noch rechtzeitig ankommt. Gleichzeitig wird aufbauend auf dem eigenen persönlichen Profil eine Wunschliste erstellt, die man mit anderen z.B. auch über soziale Netzwerke direkt aus der App heraus teilen kann. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, müssen sich Unternehmen neu ausrichten und ihre Kunden ins Zentrum ihrer Aktivitäten stellen. Dies bedeutet wiederum für die IT, wichtige Informationen jederzeit und von jedem Gerät aus zur Verfügung zu stellen. Hier bietet die Cloud entscheidende Vorteile und individuell skalierbare Modelle. Doch auch um den Zugriff auf die Daten und deren Management müssen sich Unternehmen vermehrt Gedanken machen. Dies bringt uns direkt zum nächsten Punkt: dem Thema Datenschutz.

Reform der EU-Datenschutzgesetze
Nach der NSA-Affäre sind viele EU-Bürger und Unternehmen für das Thema Datenschutz sensibilisiert: Was passiert mit meine Daten und wie kann ich mich vor Missbrauch schützen? Dies setzt auch die Politik vermehrt unter Druck und das Europäische Parlament bemüht sich seit einiger Zeit, den Datenschutz innerhalb der EU neu zu regeln und zu vereinheitlichen. Dazu haben die EU-Abgeordneten am 12. März 2014 einen Entwurf zur Reform der EU-Datenschutzgesetze verabschiedet. Mit den neuen Vorschriften soll der Schutz persönlicher Daten für EU-Bürger verbessert und ihnen mehr Kontrolle über ihre Daten gegeben werden. Zugleich sollen die Strafen bei Zuwiderhandlung von Unternehmen verschärft werden. Ein zentraler Punkt der neuen Regelungen ist, dass jedes Unternehmen – Suchmaschine, soziales Netzwerk oder Cloud-Service-Provider – eine vorherige Genehmigung einer nationalen Datenschutzbehörde benötigt, um persönliche Daten eines EU-Bürgers einem Drittland zu übermitteln.

Darüber hinaus sollen Unternehmen auch dazu verpflichtet werden, ihre internen Datenschutzrichtlinien zu erweitern und entsprechende Compliance-Nachweise zu erbringen. Der Entwurf wird momentan durch den Rat der EU aufgehalten, der vor den Trilog-Verhandlungen mit Kommission und Parlament erst eine gemeinsame Position der 28 Mitgliedsstaaten finden muss. Als Ziel für den Abschluss der Verhandlungen ist zwar immer noch 2015 gesetzt – es bleibt allerdings abzuwarten, wann und in welcher Form die EU-Reform in Kraft tritt. Dennoch sollten sich Unternehmen in der EU schon jetzt mit dem Thema befassen und die Entwicklung der Reform verfolgen.

Wearables – mehr als nur Fitnessbänder
Wearables sind nicht nur für Verbraucher interessant zur Überwachung des Fitnesszustands – sie können auch für Mitarbeiter im Unternehmen eingesetzt werden. Mitarbeiter im Außeneinsatz müssen oftmals mehrere körperliche Aufgaben gleichzeitig erledigen. Das heißt in der Praxis, dass ein Gerät beispielsweise ihre Sicherheit kontrolliert oder in Echtzeit Hinweise liefert, die auf dem Input eines Wearable-Geräts basieren. Somit können Mitarbeiter effizienter eingesetzt werden und schneller Rückmeldung an das Unternehmen durchgeben. Die Wearables sind oft leichter, schneller und intuitiver zu bedienen und können den Arbeitsalltag der Mitarbeiter maßgeblich erleichtern – mit der Cloud im Hintergrund ist auch die Datenerfassung und -auswertung leicht umsetzbar. Dabei sind den Einsatzmöglichkeiten von Wearables nahezu keine Grenzen gesetzt: Das Armband Nymi zum Beispiel erkennt seinen Besitzer an der Herzfrequenz und kann als Erkennungs-Interface für Türen, Autos oder mobile Geräte verwendet werden. Sogar als Bezahlfunktion ist das Armband in Zukunft einsetzbar. Interaktionen über Wearables werden weiterhin stark zunehmen und sind ein wichtiger Faktor für die zunehmende Digitalisierung innerhalb der Unternehmen.

Analytics – Durchblick durch den Datendschungel
Das "Internet of Things" und vielmehr noch das "Internet of Customers", das jede Interaktion über die verschiedensten Kanäle berücksichtigt – ob mobil, sozial oder klassisch per Telefon oder Mail –, trägt erheblich dazu bei, das Datenvolumen stetig zu vergrößern. Dabei müssen die Daten nicht nur gesammelt, sondern auch sinnvoll ausgewertet werden, damit sie die nötigen Rückschlüsse für die Entscheider im Unternehmen zulassen. Hier werden Analytics-Tools immer gefragter und der Anspruch an die Lösungen wächst. Wichtig bei der Erstellung der Tools ist aber auch eine einfache Handhabung und vor allem Kosteneffizienz. Auch für kleine Unternehmen ist es essenziell, Daten schnell, einfach und kostengünstig analysieren und aufbereiten zu können – nur so lassen sich Wachstumspotenziale ideal erkennen. Mit unserer Analytics-Plattform "Wave" haben wir dieser Entwicklung bereits Rechnung getragen und ein Tool geschaffen, mit dem Unternehmen schneller als jemals zuvor Daten analysieren, neue Einblicke gewinnen und direkt von jedem Gerät aus reagieren können. Entscheidungen können somit schneller und intelligenter getroffen werden – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. (Salesforce.com: ra)

salesforce.com: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Zunahme von Cloud-Migrationen

    Die aktuelle "IDG Cloud Computing Survey 2020" analysiert den Status Quo und die Trends bezüglich des Einsatzes und der Nutzung von Clouds in Unternehmen weltweit. So haben 92 Prozent der Unternehmen zumindest einen Teil ihrer IT-Struktur in die Cloud migriert, während bereits 55 Prozent mehrere öffentliche Clouds nutzen. Datenschutz ist und bleibt dabei eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Neben den Kosten, treiben fast 40 Prozent der Unternehmen Fragen des Datenschutzes und Überlegungen zu Sicherheitsanforderungen um. Christian Milde, General Manager DACH bei Kaspersky, schätzt das Thema Sicherheit bei der Cloud-Nutzung wie folgt ein.

  • Schlaglicht: Kostenkontrolle in der Cloud

    Einfach, schnell und flexibel auf Ressourcen zugreifen und das bei deutlich niedrigeren Kosten. Das sind die wichtigsten Argumente, die Unternehmen bewogen haben, Dienste ganz oder teilweise in die Cloud zu migrieren. Aber sind Cloud-Lösungen automatisch auch rentabler und ziehen Firmen wirklich den maximalen Gewinn aus den Services? Bei einem Umzug von Diensten in die Cloud oder dem Management der Infrastruktur über Cloud-Dienste gibt es einiges zu bedenken. Ganz besonders, was die Kostenkontrolle angeht. Im Rahmen der Planung gilt es zunächst, ein Verständnis für die Elastizität des Modells zu entwickeln. Wenn Systeme nicht genutzt oder ausgelastet werden, kann man ihre Zahl reduzieren oder sie ganz abschalten. Im Idealfall automatisiert man diesen Prozess. Es ist nicht unüblich, dass Unternehmen, die hier den richtigen Hebel ansetzen, erhebliche Einsparungen erzielen. Das betrifft allerdings nur die Bereiche, in denen Unternehmen die Cloud im geschäftlichen Alltag nutzen.

  • "Finger weg von Public-Cloud-Diensten"

    Immer mehr Organisationen und Unternehmen rüsten sich in diesen Tagen für Heimarbeit im großen Stil. Sie ist im Fall der Fälle die einzige Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und den wirtschaftlichen Schaden weitestmöglich zu begrenzen. Die IT-Abteilungen stehen dadurch aber vor einer großen Herausforderung: Sie müssen den Mitarbeitern einen bequemen und gleichzeitig sicheren externen Zugang zu den Unternehmensressourcen verschaffen. Groupware-Funktionen wie E-Mail oder Kalender stellen dabei in der Regel kein großes Problem dar, da sie ohnehin bereits meist via Web-Clients und mobile Apps ortsunabhängig verfügbar sind. Anders sieht die Sache dagegen beim Austausch von Dateien und Dokumenten aus. Wollen Unternehmen den Home-Office-Mitarbeitern Zugang zu den internen Netzlaufwerken verschaffen, sind dafür oft komplexe und aufwändige VPN-Konstruktionen erforderlich. Ein Zugriff von Smartphones oder Tablets ist dabei in der Regel überhaupt nicht möglich.

  • IT-Sicherheit und Cloud Computing

    Cloud Computing ist eine Technologie, die Daten und Anwendungen in einer bisher unbekannten Weise gegenüber dem Internet zugänglich macht. Außerdem sorgt sie für eine zentralisierte Sammlung verschiedener Informationen, was einerseits zu einfacheren Abläufen führt, andererseits aber einen hervorragenden Schutz und verantwortungsvollen Umgang mit diesen Datentöpfen verlangt. Firmen sollten hier große Vorsicht walten lassen, denn Social Engineering wird als Angriffsmethode unter Cyberkriminellen stetig beliebter. Sie versuchen entweder das Konto eines Mitarbeiters zu übernehmen oder sich als, beispielsweise, Vorstandsvorsitzender auszugeben. Der Erfolg beruht darauf, möglichst viele private Informationen über das Opfer vorab zu sammeln.

  • Projekt Gaia-X aus Sicht eines lokalen Hosters

    Die Cloud hat sich längst zu einer wichtigen Kraft bei der Bereitstellung von IT-Infrastruktur etabliert. Doch die Dominanz der US-amerikanischen Hyperscaler hat viele europäische Unternehmen aber auch Regierungen in eine zunehmend schwierige Lage gebracht. Es geht um die Unabhängigkeit der in Europa ansässigen Organisationen von den Marktführern in den USA sowie den Vorschriften und Praktiken, unter denen diese Unternehmen auch europäische Daten verarbeiten. Deutschland und Frankreich haben sich nun durch einen neuen Vorstoß vorgenommen, europäische Daten besser zu schützen. Auch die Niederlande stehen als wichtiger Cloud-Standort bereit und in den kommenden Monaten sollen noch weitere Länder mit an Bord kommen, um ein neues souveränes Ökosystem zu schaffen: Gaia-X. Das Projekt Gaia-X ist eine Initiative, die sichere und souveräne europäische Dateninfrastruktur bereitstellen soll. Gaia-X soll durch lokale Gesetze reguliert werden und komplett unabhängig von der Rechtsprechung fremder Regionen sein. Und viel wichtiger: Sie soll von europäischen Dienstleistern umgesetzt werden.

  • Status quo heute ist absolut unbefriedigend

    "Wir haben in den letzten Monaten - gemeinsam mit Banken und FinTechs - eine Outsourcing-Leitlinie erarbeitet. Sie soll eine Navigationshilfe im dichten Regulierungs-Dschungel sein, für Banken und vor allem auch für FinTechs", sagte Bankenverbands-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid mit Blick auf das neue ‚Positionspapier Outsourcing-Leitlinie'. "Wir verbinden damit das sehr ambitionierte Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs effizienter, verlässlicher und natürlich deutlich einfacher und damit schneller zu machen. Unser Anspruch ist, dass unsere Mitglieder die Leitlinie problemlos in der Praxis anwenden und in ihr Regelwerk integrieren können und durch sie einen echten Mehrwert erfahren. Was uns sehr freut: Auch die Bankenaufsicht hat die Zweckmäßigkeit unseres Ansatzes ausdrücklich bestätigt.

  • Meilenstein der Quantum Supremacy

    Obwohl es zweifellos ein enormer Meilenstein ist, dass Google die Überlegenheit der Quantencomputer - die so genannte Quantum Supremacy - belegen konnte, steht dem Unternehmen noch eine gewaltige Aufgabe bevor. Wenn schnelles und leistungsfähiges Quanten-Computing über die Cloud verfügbar wird, können riesige Datenmengen und Aufgaben millionenfach schneller bearbeitet werden. Die Technik wird damit unser Alltags- und Geschäftsleben entscheidend prägen. Beispielsweise könnten Anwendungen, die auf Quanten-Computing basieren, so diverse Problemfelder wie Verkehrsstaus, Internetkriminalität oder Krebserkrankungen einschränken oder gar verhindern. Dass Google nun den Meilenstein der Quantum Supremacy erreicht hat, bedeutet jedoch noch nicht, dass sie nun den Fuß vom Gas nehmen können. Vielmehr hat das Unternehmen damit den Startschuss für das Wettrennen um die Kommerzialisierung des Quanten-Computing gegeben. Denn nur mit dem Beleg, dass etwas möglich ist, kann man die Technologie noch lange nicht beherrschen.

  • Cloud-Sicherheit: Geteilte Verantwortung

    Wer übernimmt beim Cloud Computing die Verantwortung für die IT-Sicherheit? Vielen Unternehmen scheint weiterhin nicht umfangreich genug bewusst zu sein, dass es zwei verantwortliche Parteien gibt - und zwei Bereiche, die hier unabhängig voneinander geschützt werden: Zum einen ist da die Cloud selbst, für deren Schutz der Anbieter die Verantwortung übernimmt. Zum anderen sind da die gespeicherten Daten und aufgesetzten Anwendungen eines Unternehmens, das die Cloud nutzt. Deren Schutz - und hier liegt oft das Missverständnis - hat das Unternehmen zu verantworten, nicht der Anbieter. Shared Responsibility, also geteilte Verantwortung, beschreibt häufig das Verhältnis der beiden Beteiligten, doch scheitern noch viele Cloud-Projekte an dieser Idee.

  • Imageschaden für das Cloud-Konzept

    Schon wieder ein Datenvorfall: mehrere Millionen Patientendaten waren ungeschützt via Internet erreichbar. Das fanden der Bayerische Rundfunk und das US-Rechercheportal ProPublica heraus. Den Tipp gab ein IT-Sicherheitsspezialist. Ihm gelang es mühelos, Adressen und Röntgenbilder von Patienten, in Deutschland mehr als 13.000, anzusehen. Sinnentsprechend meinte der Security-Fachmann, dass er die Bilder wohl im Internet früher als die Ärzte gesehen habe. Wie konnte das passieren? Florian van Keulen, Solution Architect & Head of Product Design for Cloud und Cloud Security beim IT-Dienstleister Trivadis, kommentiert.

  • Compliance mit hiesigen Verordnungen

    Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Deutsche Bundesregierung berichtete, strebt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein europäisches Cloud-Netzwerk an. Konkret sollen sich hier kleinere Anbieter aus dem Bereich Cloud verbünden, indem sie ein offenes Netzwerk bilden und somit Europa mit Rechenkraft versorgen. Als Quelle für diese Informationen nannte die FAZ ein internes Papier des Ministers, nach dem eine europäische Dateninfrastruktur das Ziel sei. Die Bundesregierung plane weiterhin, als Nutzer der europäischen Cloud eine zentrale Rolle zu übernehmen. Die Entscheidung, ob das vorerst auf "Gaia-X" getaufte Projekt als Unternehmen, Stiftung oder Verein gegründet werden solle, stehe derzeit noch aus.