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Sicherheit der Daten hat oberste Priorität


Cloud Computing: Erfolg von Industrie 4.0 hängt an der Cloud
Die Cloud bietet heute schon die Möglichkeit, über Firmengrenzen hinweg Daten mit Partnern oder Zulieferern innerhalb eines gesicherten Umfeldes auszutauschen

(09.01.15) – Die Industrie 4.0 ist eines der zentralen Trendthemen und treibt vor allem produzierende Unternehmen um. Inmitten der breiten Diskussion um Herausforderungen und Chancen von Industrie 4.0 steht die Cloud als Erfolgsfaktor für die industrielle Umwälzung. Ein Kommentar von Josef Glöckl-Frohnholzer, CSO und COO von Zimory:

Die vierte industrielle Revolution verspricht eine nachhaltige Veränderung der industriellen Produktion und damit der kompletten Wirtschaft. Dies geschieht durch die allumfassende und intelligente Vernetzung von Mensch, Maschinen und Objekten, die eine weitreichende Anpassung der Geschäftsprozesse nach sich zieht. Unternehmen und Produktionsbetriebe stehen hinsichtlich Industrie 4.0 vor neuen Herausforderungen, aber auch vor zahlreichen Chancen. Entscheidend für den Erfolg sind vor allem die zugrunde liegende unternehmenseigene IT-Infrastruktur und der Einsatz von neuen Technologien wie Cloud Computing.

Die Umsetzung dieser Entwicklung ist nicht zwangsläufig eine unvermittelte Revolution, sondern basiert eher auf einem evolutionären Prozess, da ein Großteil der dafür notwendigen Technologien bereits in den Unternehmen vorhanden ist. Sogenannte Cyber-Physical Systems (CPS) bilden hier das Verbindungsstück zwischen IT und der physikalischen Umgebung in Unternehmen.

Eine der größten Herausforderung von Industrie 4.0 ist das Beherrschen des Datenaustauschs über die verschiedenen Wertschöpfungsketten der Produktions- und Fertigungsprozesse hinweg. Dafür gilt es Datenverteilung, Datenqualität, Datensicherheit und das Datenwachstum übersichtlich darzustellen und zu kontrollieren. Daran gekoppelt steigen die Anforderungen an Breitband-Netze und die standortübergreifende Vernetzung der Produktionslandschaften. Die für Industrie 4.0 notwendigen Technologien erfordern in Hinblick auf Sicherheit, Verfügbarkeit und Energieeffizienz zudem höhere Ansprüche an die Performance. Neben dem Management des Datenflusses ist vor allem die Security ein wesentlicher Knackpunkt bei Industrie 4.0. Denn bei den CPS-basierten Produktionssystemen handelt es sich um hochgradig vernetzte und komplexe Systemstrukturen mit einer Vielzahl von beteiligten Menschen, IT-Systemen, Automatisierungskomponenten und Maschinen.

Die Cloud als Lösungsweg
Gleichzeitig bietet die Cloud heute schon die Möglichkeit, über Firmengrenzen hinweg Daten mit Partnern oder Zulieferern innerhalb eines gesicherten Umfeldes auszutauschen. Offene Schnittstellen erleichtern hier den Datenaustausch in jede Richtung. Das Verständnis von Cloud Computing und der zunehmende Reifegrad in punkto Cloud Computing-Management und Orchestration schaffen zusätzlich die technologische Basis für hybride Cloud Computing-Szenarien und unterstützen damit den Austausch über einzelne Netzwerke hinweg. Orchestrierung und Management hybrider Cloud Computing-Modelle als Basistechnologie von Industrie 4.0 erhalten eine besondere Relevanz in diesem Evolutionsprozess. Die Cloud ist ein Lösungsweg, um der vierten industriellen Revolution hinsichtlich Skalierbarkeit, Flexibilität, Sicherheit und Kostenersparnis zu begegnen. (Zimory: ra)

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • IT-Sicherheit und Cloud Computing

    Cloud Computing ist eine Technologie, die Daten und Anwendungen in einer bisher unbekannten Weise gegenüber dem Internet zugänglich macht. Außerdem sorgt sie für eine zentralisierte Sammlung verschiedener Informationen, was einerseits zu einfacheren Abläufen führt, andererseits aber einen hervorragenden Schutz und verantwortungsvollen Umgang mit diesen Datentöpfen verlangt. Firmen sollten hier große Vorsicht walten lassen, denn Social Engineering wird als Angriffsmethode unter Cyberkriminellen stetig beliebter. Sie versuchen entweder das Konto eines Mitarbeiters zu übernehmen oder sich als, beispielsweise, Vorstandsvorsitzender auszugeben. Der Erfolg beruht darauf, möglichst viele private Informationen über das Opfer vorab zu sammeln.

  • Projekt Gaia-X aus Sicht eines lokalen Hosters

    Die Cloud hat sich längst zu einer wichtigen Kraft bei der Bereitstellung von IT-Infrastruktur etabliert. Doch die Dominanz der US-amerikanischen Hyperscaler hat viele europäische Unternehmen aber auch Regierungen in eine zunehmend schwierige Lage gebracht. Es geht um die Unabhängigkeit der in Europa ansässigen Organisationen von den Marktführern in den USA sowie den Vorschriften und Praktiken, unter denen diese Unternehmen auch europäische Daten verarbeiten. Deutschland und Frankreich haben sich nun durch einen neuen Vorstoß vorgenommen, europäische Daten besser zu schützen. Auch die Niederlande stehen als wichtiger Cloud-Standort bereit und in den kommenden Monaten sollen noch weitere Länder mit an Bord kommen, um ein neues souveränes Ökosystem zu schaffen: Gaia-X. Das Projekt Gaia-X ist eine Initiative, die sichere und souveräne europäische Dateninfrastruktur bereitstellen soll. Gaia-X soll durch lokale Gesetze reguliert werden und komplett unabhängig von der Rechtsprechung fremder Regionen sein. Und viel wichtiger: Sie soll von europäischen Dienstleistern umgesetzt werden.

  • Status quo heute ist absolut unbefriedigend

    "Wir haben in den letzten Monaten - gemeinsam mit Banken und FinTechs - eine Outsourcing-Leitlinie erarbeitet. Sie soll eine Navigationshilfe im dichten Regulierungs-Dschungel sein, für Banken und vor allem auch für FinTechs", sagte Bankenverbands-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid mit Blick auf das neue ‚Positionspapier Outsourcing-Leitlinie'. "Wir verbinden damit das sehr ambitionierte Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Banken und FinTechs effizienter, verlässlicher und natürlich deutlich einfacher und damit schneller zu machen. Unser Anspruch ist, dass unsere Mitglieder die Leitlinie problemlos in der Praxis anwenden und in ihr Regelwerk integrieren können und durch sie einen echten Mehrwert erfahren. Was uns sehr freut: Auch die Bankenaufsicht hat die Zweckmäßigkeit unseres Ansatzes ausdrücklich bestätigt.

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    Obwohl es zweifellos ein enormer Meilenstein ist, dass Google die Überlegenheit der Quantencomputer - die so genannte Quantum Supremacy - belegen konnte, steht dem Unternehmen noch eine gewaltige Aufgabe bevor. Wenn schnelles und leistungsfähiges Quanten-Computing über die Cloud verfügbar wird, können riesige Datenmengen und Aufgaben millionenfach schneller bearbeitet werden. Die Technik wird damit unser Alltags- und Geschäftsleben entscheidend prägen. Beispielsweise könnten Anwendungen, die auf Quanten-Computing basieren, so diverse Problemfelder wie Verkehrsstaus, Internetkriminalität oder Krebserkrankungen einschränken oder gar verhindern. Dass Google nun den Meilenstein der Quantum Supremacy erreicht hat, bedeutet jedoch noch nicht, dass sie nun den Fuß vom Gas nehmen können. Vielmehr hat das Unternehmen damit den Startschuss für das Wettrennen um die Kommerzialisierung des Quanten-Computing gegeben. Denn nur mit dem Beleg, dass etwas möglich ist, kann man die Technologie noch lange nicht beherrschen.

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    Schon wieder ein Datenvorfall: mehrere Millionen Patientendaten waren ungeschützt via Internet erreichbar. Das fanden der Bayerische Rundfunk und das US-Rechercheportal ProPublica heraus. Den Tipp gab ein IT-Sicherheitsspezialist. Ihm gelang es mühelos, Adressen und Röntgenbilder von Patienten, in Deutschland mehr als 13.000, anzusehen. Sinnentsprechend meinte der Security-Fachmann, dass er die Bilder wohl im Internet früher als die Ärzte gesehen habe. Wie konnte das passieren? Florian van Keulen, Solution Architect & Head of Product Design for Cloud und Cloud Security beim IT-Dienstleister Trivadis, kommentiert.

  • Compliance mit hiesigen Verordnungen

    Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Deutsche Bundesregierung berichtete, strebt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein europäisches Cloud-Netzwerk an. Konkret sollen sich hier kleinere Anbieter aus dem Bereich Cloud verbünden, indem sie ein offenes Netzwerk bilden und somit Europa mit Rechenkraft versorgen. Als Quelle für diese Informationen nannte die FAZ ein internes Papier des Ministers, nach dem eine europäische Dateninfrastruktur das Ziel sei. Die Bundesregierung plane weiterhin, als Nutzer der europäischen Cloud eine zentrale Rolle zu übernehmen. Die Entscheidung, ob das vorerst auf "Gaia-X" getaufte Projekt als Unternehmen, Stiftung oder Verein gegründet werden solle, stehe derzeit noch aus.

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    Die Deutsche Bundesregierung will den Aufbau deutscher und europäischer Cloud-Plattformen forcieren. Dazu äußert sich Ralf Sürken, CEO Europe des IT-Dienstleisters Syntax: "Es ist begrüßenswert, dass die Bundesregierung das fehlende Angebot von europäischen Cloud Computing-Plattformen erkannt hat und etwas dagegen unternehmen möchte. Ich bin überzeugt davon, dass ein großer europäischer oder deutscher Public-Cloud-Anbieter auch in den USA Kredit genießen würde - aufgrund der anerkannt hohen Datenschutzrichtlinien in der EU. Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft.