Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Cybersicherheitsrisiken in IT-Umgebungen


Device Cloud Report: Forescout veröffentlicht Erkenntnissen aus Device Cloud
Die erweiterte Forescout Device Cloud umfasst mittlerweile über acht Millionen IT-, IoT- und OT-Geräte


Forescout Technologies veröffentlichte die Ergebnisse einer Untersuchung, bei der Daten aus 75 Gesundheitseinrichtungen mit über 10.000 virtuellen lokalen Netzwerken (VLANs) und 1,5 Millionen Geräten ausgewertet wurden, die in die Forescout Device Cloud eingebunden sind. Ein besonderer Fokus lag dabei auf 1.500 medizinischen VLANs mit über 430.000 Geräten.

Die Forescout Device Cloud startete im Juli 2017 und ist mittlerweile eines der weltweit größten Geräte-Repositories auf Crowdsourcing-Basis. Sie umfasst mittlerweile mehr als acht Millionen Geräte von über 1.000 Kunden, die anonymisierte Geräteinformationen zur Verfügung stellen.

"Die Forescout Device Cloud liefert uns bahnbrechende Daten von Millionen von Endpunkten weltweit. Die Erkenntnisse, die wir heute veröffentlichen, sind nur die Spitze des Eisbergs", erklärt Elisa Costante, Head of OT and Industrial Technology Innovation bei Forescout. "Sie zeigen, dass Einrichtungen im Gesundheitswesen besonders vielfältige und komplexe IT-Umgebungen haben, die zudem hohe Compliance-Risiken aufwerfen. Jedes Mal, wenn irgendwo ein Patch installiert wird, besteht Sorge, dass dadurch Gewährleistung erlöschen oder die Patientensicherheit beeinträchtigt werden könnte. Diese Einrichtungen verwenden Geräte, die Leben retten, und ihre Umgebungen sind extrem sensibel."

Das Zusammenwachsen von IT, IoT und OT erschwert es dem Gesundheitssektor zusätzlich, ein breites Spektrum an Netzwerksicherheitsrisiken unter Kontrolle zu halten. Die Zahl der IoT- und OT-Devices wächst rasant, doch die traditionelle IT stellt immer noch die größte Angriffsfläche dar. Forescout nutzt die Daten aus der Device Cloud, um über 150 Eigenschaften pro Gerät zu analysieren. Auf diese Weise kann Forescout seinen Kunden umfangreichere Informationen zu den Geräten und eine bessere automatische Klassifizierung bieten. Mithilfe der wachsenden Menge an Daten aus der Device Cloud wird Forescout künftig noch mehr Erkenntnisse gewinnen können, um vernetzte Geräte in verschiedenen Branchen zu charakterisieren und ihren Risikostatus zu ermitteln.

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Forescout Device Cloud Report:

OT im Gesundheitssektor vergrößert die Angriffsfläche
Die Forscher haben herausgefunden, dass die gebräuchlichsten Geräte in medizinischen Netzwerken nach wie vor herkömmliche Computer (53 Prozent) sind, gefolgt von IoT-Geräten (39 Prozent), zu denen VoIP-Telefone, Netzwerkdrucker, Tablets und Smart TVs zählen. OT-Systeme – einschließlich medizinischer Geräte, Intensivpflegesysteme, Gebäudeautomationssysteme sowie Versorgungs- und physischer Sicherheitssysteme – machen acht Prozent der Geräte in den Netzwerken aus.

In der Kategorie OT-Geräte waren die drei am häufigsten gefundenen Arten vernetzter medizinischer Geräte Patientenverfolgungs- und Identifikationssysteme (38 Prozent), Infusionspumpen (32 Prozent) und Patientenmonitore (12 Prozent). Angesichts der wachsenden Zahl von Schwachstellen in OT-Umgebungen ist offensichtlich, dass sich die Angriffsfläche im Gesundheitswesen ebenfalls vergrößert.

In Gesundheitseinrichtungen existieren unzählige Geräte, auf denen ältere Windows-Betriebssysteme laufen
Der Forescout Device Cloud Report hebt hervor, dass auf 71 Prozent der Windows-Geräte in den untersuchten Gesundheitseinrichtungen Windows 7, Windows 2008 oder Windows Mobile läuft – Betriebssysteme, für die Microsoft voraussichtlich nur noch bis 14. Januar 2020 Support leisten wird. Die Verwendung nicht unterstützter Systeme ist ein Risiko, das zu angreifbaren Schwachstellen führen und die Einhaltung von Vorschriften beeinträchtigen kann.

Die wachsende Vielzahl von Betriebssystemen und Anbietern bereitet Kopfschmerzen
Die Vielfalt der Gerätehersteller und Betriebssysteme in medizinischen Netzwerken vergrößert die Komplexität und verschärft die Sicherheitsprobleme. Bei der Untersuchung stellte Forescout fest, dass in 40 Prozent der Gesundheitseinrichtungen mehr als 20 verschiedene Betriebssysteme verwendet werden. Betrachtet man die verschiedenen Arten von Betriebssystemen in medizinischen VLANs, so sind 59 Prozent Windows-OS und 41 Prozent ein Mix aus anderen Varianten, darunter mobile Systeme, eingebettete Firmware und Netzwerkinfrastrukturen, um nur einige wenige zu nennen.

Darüber hinaus waren in über 30 Prozent der Gesundheitseinrichtungen Geräte von 100 oder mehr Anbietern ins Netzwerk eingebunden. Im Gesundheitssektor und insbesondere in Einrichtungen zur Akutversorgung kann die Installation von Patches schwierig sein, und oft müssen Endgeräte dabei online und verfügbar bleiben. Einige medizinische Devices können überhaupt nicht gepatcht werden; teilweise erfordern Patches die Genehmigung des Herstellers oder müssen manuell aufgespielt werden.

Anfällige Protokolle öffnen Angreifern Tür und Tor
Auf 85 Prozent der Geräte mit Windows-Betriebssystem in den untersuchten medizinischen Netzwerken war das Server Block Messaging (SMB)-Protokoll aktiviert, das Angreifern die Möglichkeit geben kann, über den Perimeter hinauszugelangen und sich seitwärts durchs Netzwerk zu bewegen. Gerätehersteller lassen zum Teil standardmäßig Netzwerkports offen, was dem IT- und Sicherheitspersonal oft nicht bekannt ist. (Forescout: ra)

eingetragen: 10.08.19
Newsletterlauf: 03.09.19

Forescout: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser PMK-Verlags-Newsletter
Ihr PMK-Verlags-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • KI: Herausforderung für Unternehmen weltweit

    Viva Technology veröffentlicht zum zweiten Mal das "VivaTech Confidence Barometer". Die internationale Management-Umfrage wurde von OpinionWay durchgeführt. Insgesamt betrachten Unternehmen technologischen Fortschritt zunehmend strategisch und die Entscheidungsträger sehen vorrangig in diesem Bereich Investitionsbedarf.

  • Wenig Vertrauen in die Cloud-Sicherheit

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Einsatz von Tools wie der Cloud oder KI

    Der globale Technologieanbieter Zoho hat europäische Unternehmen erneut zu ihren Erfolgen und Herausforderungen bei der digitalen Transformation befragt. Teilnehmer aus Deutschland schnitten diesmal im internationalen Vergleich zwar besser ab - um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, besteht aber weiterhin Handlungsbedarf.

  • Integration von KI in Unternehmensprozesse

    Für die tägliche Arbeit nutzen nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden Künstliche Intelligenz (KI) wie Chat GPT oder DeepL. Das zeigt die aktuelle Studie "Cybersicherheit in Zahlen" von der G Data CyberDefense AG, Statista und Brand eins. Dabei bietet der Einsatz von KI für Unternehmen viele Möglichkeiten, um zum Beispiel Prozesse zu automatisieren und dadurch Kosten einzusparen. Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt in Zukunft entscheidend verändern.

  • Compliance-Risiken angehen

    Sphera hat ihren "Supply Chain Risk Report 2025" veröffentlicht. Dieser Bericht umfasst eine eingehende Analyse der dringendsten Risiken und aufkommenden Chancen, die die globalen Lieferketten verändern. Er bietet Führungskräften aus den Bereichen Beschaffung, Lieferkette und Nachhaltigkeit handlungsrelevante Einblicke, um die komplexen Herausforderungen zu meistern, mit denen sich Unternehmen angesichts neuer gesetzlicher Bestimmungen, wirtschaftlicher Unbeständigkeit und erhöhter ökologischer und sozialer Verantwortung auseinandersetzen müssen.

  • Verbreitung der Cloud-Nutzung in Unternehmen

    Nutanix, Spezialistin für Hybrid Multicloud Computing, hat die Ergebnisse der siebten Ausgabe ihrer jährlichen Studie "Enterprise Cloud Index" (ECI) vorgestellt. Mit der weltweiten Umfrage misst der Anbieter die Verbreitung der Cloud-Nutzung in den Unternehmen. Der diesjährige Bericht liefert Erkenntnisse zu Verbreitung, Investitionsprioritäten und Vorteilen generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) und beleuchtet die zentralen Herausforderungen, denen Unternehmen weltweit gegenüberstehen, um die Anforderungen neuer KI-gestützter Workloads zu erfüllen.

  • Fortinet Cloud Security Report

    Die Cloud ist für Unternehmen ein wichtiger Bestandteil bei der digitalen Transformation. Laut des aktuellen State of Cloud Security Report 2025 von Fortinet besteht allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen Cloud-Adoption und den nötigen Sicherheitskompetenzen in Unternehmen.

  • Reaktion auf Cloud-Herausforderungen

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Starkes Wachstum des Cloud-Native-Marktes

    Auch hierzulande zählt Amazon Web Services (AWS) zu den wichtigsten Anbietern von Public Cloud Services für Geschäftskunden. Dank dessen anhaltend hoher Innovationskraft, etwa bei der Integration von KI-Werkzeugen oder der Anbindung von Edge-Infrastrukturen, wächst die Zahl der IT-Dienstleister, die den US-Hyperscaler als wichtigen Partner nutzen, um die IT-Landschaften ihrer Kunden in bedarfsgerechte und kostenflexible Architekturen zu transformieren. Entsprechend wettbewerbsintensiv stellt sich das aktuelle Marktgeschehen auch in Deutschland dar.

  • Souveräne Cloud als strategischen Schritt

    Broadcom hat neue Forschungsergebnisse von Johan David Michels, Queen Mary University of London, zum Stand der souveränen Cloud in Europa präsentiert. Michels' Bericht mit dem Titel "Sovereign Cloud for Europe", der mit Unterstützung von Broadcom erstellt wurde, zeigt die wachsenden Möglichkeiten für europäische Cloud-Dienstleister auf.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen