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Cloud: Treiber der Agilität


Cloud-Aktivitäten machen das IT Service Management flexibler und sorgen für schnellere Projekte
Deutlicher Zuwachs an der Nutzung von Cloud Computint-Diensten innerhalb der letzten zwölf Monate

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Dreiviertel der Unternehmen haben ihre Cloud Computing-Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Dabei stellt nach einer Erhebung der ITSM Group der Gewinn an Agilität das wichtigste Motiv dar. Der Befragung von IT-Verantwortlichen aus über 220 deutschen Unternehmen zufolge hat das Cloud Computing-Thema inzwischen einen hohen strategischen Stellenwert erlangt.

Dies lässt sich vor allem daraus ablesen, dass sie etwa zu einem Drittel entsprechende Aktivitäten in den letzten zwölf Monaten mindestens verdoppelt haben. Bei weiteren 29 Prozent ist das Volumen der genutzten Cloud Computing-Dienste um ein Viertel gestiegen, in lediglich jedem vierten Fall haben die IT-Organisationen noch gar nichts mit dieser Betriebsform zu tun.

Der wichtigste Treiber dieser Entwicklung sind keineswegs in erster Linie Kostersparnisgedanken, sondern die IT-Organisationen wollen auf diesem Weg mehr Flexibilität gewinnen. "Agilität ist für die Unternehmen zu einem wesentlichen Strategiethema geworden", urteilt denn auch Frank Zielke aus der Geschäftsleitung der ITSM Group. Immerhin nennen mehr als zwei Drittel der befragten IT-Manager dies als wichtigsten Beweggrund.

Damit verbunden spielt auch der Aufbau agiler Prozessstrukturen im IT Service Management eine wichtige Rolle. Aus gutem Grund, denn angetrieben durch die Digitalisierung verändern sich die Märkte der Unternehmen immer schneller, weshalb sich die Firmen reaktionsfähiger als früher aufstellen müssen.

Notwendig ist dafür ein hohes Maß an Agilität mit schnellen Entscheidungsprozessen sowie kurzen Planungs- und Umsetzungszyklen. Damit steigen auch die Ansprüche an das IT Service Management (ITSM), seine Organisationsstrukturen und Prozesse agil aufzustellen. "ITIL-Prozesse bleiben weiterhin das Rückgrat des IT Service Managements, aber die agilen Erfordernisse können nicht mit dem herkömmlichen Prozessdesign abgebildet werden", betont Zielke.

Aber auch das Ressourcenthema ist eng mit der Cloud Computing-Entwicklung verknüpft. So besteht bei den IT-Managern die Erwartung, dass sich durch die Nutzung solcher Dienste nicht nur Projekte schneller, mit weniger Personalaufwand und damit wirtschaftlicher realisieren lassen. Sondern gleichzeitig soll die Cloud-Ausrichtung einen Beitrag dazu leisten, ein anderes Problem zu lösen: 59 Prozent der Firmen sehen darin einen Weg, um in dem schwierigen IT-Arbeitsmarkt den internen Bedarf an Mitarbeitern besser in den Griff zu bekommen. "Die Verlagerung von Betriebsfunktionen in die Cloud kann das Ressourcenproblem deutlich entspannen", weiß der Consultant Zielke. Dies sei gerade auch für den Mittelstand von großer Bedeutung, der am stärksten unter dem geringen Angebot an IT-Spezialisten leide.

In welchem Umfang haben sich die aktuellen Cloud-Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr verändert?
>> haben sich mehr als verdoppelt: 14 Prozent
>> etwa verdoppelt: 21 Prozent
>> etwa ein Viertel mehr: 29 Prozent
>> marginaler Zuwachs: 10 Prozent
>> keine Cloud-Aktivitäten: 26 Prozent

Was sind die zentralen Motive für die Nutzung von Cloud-Diensten?
>> Kostenersparnisse: 53 Prozent
>> mehr Agilität gewinnen: 69 Prozent
>> schnellere Projektrealisierung: 65 Prozent
>> Personaleinsparung: 59 Prozent
>> ist allgemeiner Trend: 22 Prozent
>> andere Motive: 17 Prozent
(n = 221 Unternehmen; Quelle ITSM Group)

Welche Bedeutung hat für Sie aktuell der Aufbau agiler Prozessstrukturen im IT Service Management?
>> hat eine große Relevanz: 55 Prozent
>> gewinnt bald an Bedeutung: 23 Prozent
>>ist noch zu früh: 9 Prozent
>> wahrscheinlich nicht notwendig: 13 Prozent
(ITSM Group: ra)

eingetragen: 02.09.17
Home & Newsletterlauf: 12.09.17

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