Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Schwachstellen in Cloud-Infrastrukturen


Daten aus der Wolke: Welche Hintertüren offen sind
Ob File-Sharing, Zugriff von privaten Geräten oder Shadow-IT


Daten liegen nicht nur in der Cloud – mit Daten wird gearbeitet. Genau das ist der Punkt, der IT-Verantwortliche weltweit immer noch vor Herausforderungen stellt: Nur ein Drittel (33 Prozent) kann beispielsweise für ausreichend Sicherheit sorgen, wenn Mitarbeiter Links zu Dateien in der Cloud generieren und weitergeben. Nur 40 Prozent haben die volle Kontrolle, wenn Mitarbeiter von ihren privaten Geräten auf Cloud-Daten zugreifen. Das sind Ergebnisse der Business Growth Edition des aktuellen "Cloud Adoption & Risk Reports", den die Sicherheitsspezialisten von McAfee erst kürzlich veröffentlichten und für den 1.000 IT-Verantwortliche in elf Ländern befragt wurden.

Ergänzt werden die Umfragedaten durch Milliarden an anonymisierten Eventdaten von tausenden von McAfee-Kunden. Diese geben zum Beispiel Aufschluss darüber, in welchen Cloud Computing-Anwendungen die meisten Unternehmen sensible Daten speichern. Der Report zeigt auch: Gelingt eine effektive Zugriffskontrolle, profitieren Unternehmen überdurchschnittlich von den Verheißungen der Cloud: 45 Prozent der Unternehmen mit einem Cloud Access Security Broker (CASB) bringen Produkte beispielsweise dank der Cloud schneller auf den Markt (+36 Prozent im Vergleich zu Unternehmen ohne CASB), 46 Prozent spüren eine Verbesserung der Mitarbeiterproduktivität (+elf Prozent).

"Die Cloud ist endlich in den Unternehmen angekommen", kommentiert Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee. "Die vielen Vorteile für die betrieblichen Abläufe sind allen schon lange klar – doch zum ersten Mal sieht die Mehrheit der IT-Verantwortlichen (52 Prozent) ihre Daten in der Cloud auch besser aufgehoben als anderswo. Kein Wunder, die großen Cloud-Anbieter haben riesige Beträge in die Sicherheit investiert. Was bleibt ist ein großes Stück Eigenverantwortung für den Datenverkehr zwischen Cloud und Anwender. Hier müssen Unternehmen selbst nachbessern."

Sensible Daten in der Cloud
Fast zwei Drittel (65 Prozent) der sensiblen Unternehmensdaten finden sich laut McAfee-Untersuchung in Business-Anwendungen wie Office 365 (31 Prozent), Salesforce (16 Prozent) oder auch Slack und Google Docs (je zwei Prozent). 13 Prozent sind bei großen Cloud-Anbietern wie AWS oder Microsoft Azure gespeichert und zehn Prozent der Daten leben immer noch in Shadow-IT-Anwendungen, also Programmen, die von der IT-Abteilung nicht offiziell freigegeben sind.

Geteilte Verantwortung: Hier lauern die Schwachstellen
McAfee erwähnt im Report die großen Budgets, die Cloud-Anbieter wie Amazon oder Microsoft in Cloud-Sicherheit investieren, verweist aber auch auf den Bereich, um den sich Unternehmen selbst kümmern müssen: Verlassen Daten die Cloud, weil sie beispielsweise von Mitarbeitern genutzt werden, bedarf es professioneller Data Loss Prevention (DLP)-Stategien. Hier hapert es laut Report noch: Das Rechte-Management in Bezug auf die Weitergabe von Zugriffslinks haben nur 33 Prozent voll im Griff, ebenfalls ein Drittel kann Shadow-IT entdecken, 40 Prozent sehen Zugriffe auf Cloud-Daten von privaten Geräten und 43 Prozent können schädliche Handlungen von Nutzern erkennen.

Tipps für mehr IT-Sicherheit
"Wenn ich mir die Art der identifizierten Schwachstellen ansehe, muss ich unmittelbar an die Gefahr durch Phishing oder Spear-Phishing denken", so Hans-Peter Bauer weiter. "Gegen Schadprogramme dürften die Cloud-Anbieter gut gewappnet sein, aber solange Unternehmen in großem Maßstab nicht nachvollziehen können, was mit ihren Daten passiert, wenn diese die Cloud verlassen, besteht die Gefahr des Verlustes von geistigem Eigentum. Eine bessere Nachvollziehbarkeit schützt auch die Mitarbeiter."

Um Cloud-Daten besser zu schützen rät McAfee:
>> Identifizieren Sie die Anwendungen, in denen Ihr Unternehmen sensible Daten in der Cloud speichert. Starten Sie die Verbesserungen dort, wo die meisten sensiblen Daten liegen.

>> Implementieren Sie IT-Sicherheit schon während der Entwicklung. 62 Prozent der Befragten fahren so einen DevOps-Ansatz, 33 Prozent kümmern sich erst bei der Einführung der Anwendung. Legen Sie besondere Aufmerksamkeit auf die Konfiguration Ihrer Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Angebote.

>> Setzen Sie auf einen Cloud Access Security Broker. Unternehmen, die eine CASB-Lösung nutzen, verzeichnen beispielsweise eine um 45 Prozent höhere Mitarbeiterzufriedenheit oder eine um 15 Prozent bessere Zusammenarbeit von Mitarbeitern als Unternehmen ohne CASB.
(McAfee: ra)

eingetragen: 24.07.19
Newsletterlauf: 19.08.19

McAfee: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser PMK-Verlags-Newsletter
Ihr PMK-Verlags-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • KI: Herausforderung für Unternehmen weltweit

    Viva Technology veröffentlicht zum zweiten Mal das "VivaTech Confidence Barometer". Die internationale Management-Umfrage wurde von OpinionWay durchgeführt. Insgesamt betrachten Unternehmen technologischen Fortschritt zunehmend strategisch und die Entscheidungsträger sehen vorrangig in diesem Bereich Investitionsbedarf.

  • Wenig Vertrauen in die Cloud-Sicherheit

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Einsatz von Tools wie der Cloud oder KI

    Der globale Technologieanbieter Zoho hat europäische Unternehmen erneut zu ihren Erfolgen und Herausforderungen bei der digitalen Transformation befragt. Teilnehmer aus Deutschland schnitten diesmal im internationalen Vergleich zwar besser ab - um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, besteht aber weiterhin Handlungsbedarf.

  • Integration von KI in Unternehmensprozesse

    Für die tägliche Arbeit nutzen nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden Künstliche Intelligenz (KI) wie Chat GPT oder DeepL. Das zeigt die aktuelle Studie "Cybersicherheit in Zahlen" von der G Data CyberDefense AG, Statista und Brand eins. Dabei bietet der Einsatz von KI für Unternehmen viele Möglichkeiten, um zum Beispiel Prozesse zu automatisieren und dadurch Kosten einzusparen. Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt in Zukunft entscheidend verändern.

  • Compliance-Risiken angehen

    Sphera hat ihren "Supply Chain Risk Report 2025" veröffentlicht. Dieser Bericht umfasst eine eingehende Analyse der dringendsten Risiken und aufkommenden Chancen, die die globalen Lieferketten verändern. Er bietet Führungskräften aus den Bereichen Beschaffung, Lieferkette und Nachhaltigkeit handlungsrelevante Einblicke, um die komplexen Herausforderungen zu meistern, mit denen sich Unternehmen angesichts neuer gesetzlicher Bestimmungen, wirtschaftlicher Unbeständigkeit und erhöhter ökologischer und sozialer Verantwortung auseinandersetzen müssen.

  • Verbreitung der Cloud-Nutzung in Unternehmen

    Nutanix, Spezialistin für Hybrid Multicloud Computing, hat die Ergebnisse der siebten Ausgabe ihrer jährlichen Studie "Enterprise Cloud Index" (ECI) vorgestellt. Mit der weltweiten Umfrage misst der Anbieter die Verbreitung der Cloud-Nutzung in den Unternehmen. Der diesjährige Bericht liefert Erkenntnisse zu Verbreitung, Investitionsprioritäten und Vorteilen generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) und beleuchtet die zentralen Herausforderungen, denen Unternehmen weltweit gegenüberstehen, um die Anforderungen neuer KI-gestützter Workloads zu erfüllen.

  • Fortinet Cloud Security Report

    Die Cloud ist für Unternehmen ein wichtiger Bestandteil bei der digitalen Transformation. Laut des aktuellen State of Cloud Security Report 2025 von Fortinet besteht allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen Cloud-Adoption und den nötigen Sicherheitskompetenzen in Unternehmen.

  • Reaktion auf Cloud-Herausforderungen

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Starkes Wachstum des Cloud-Native-Marktes

    Auch hierzulande zählt Amazon Web Services (AWS) zu den wichtigsten Anbietern von Public Cloud Services für Geschäftskunden. Dank dessen anhaltend hoher Innovationskraft, etwa bei der Integration von KI-Werkzeugen oder der Anbindung von Edge-Infrastrukturen, wächst die Zahl der IT-Dienstleister, die den US-Hyperscaler als wichtigen Partner nutzen, um die IT-Landschaften ihrer Kunden in bedarfsgerechte und kostenflexible Architekturen zu transformieren. Entsprechend wettbewerbsintensiv stellt sich das aktuelle Marktgeschehen auch in Deutschland dar.

  • Souveräne Cloud als strategischen Schritt

    Broadcom hat neue Forschungsergebnisse von Johan David Michels, Queen Mary University of London, zum Stand der souveränen Cloud in Europa präsentiert. Michels' Bericht mit dem Titel "Sovereign Cloud for Europe", der mit Unterstützung von Broadcom erstellt wurde, zeigt die wachsenden Möglichkeiten für europäische Cloud-Dienstleister auf.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen