Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Migration nach SAP S/4HANA


Studie: Unternehmen setzen zunehmend auf SAP S/4HANA - Technologische und betriebswirtschaftliche Gründe
Einer von drei SAP-Kunden nutzt bereits SAP S/4HANA - Wahl des Migrationsansatzes von individuellen Anforderungen abhängig



Das Software- und Beratungsunternehmen SNP Schneider-Neureither & Partner SE hat die aktuelle Studienlage über die Migration nach SAP S/4HANA zusammengetragen und untersucht. In der Meta-Studie hat das Unternehmen mit Sitz in Heidelberg den Schwerpunkt auf die Motivation, das Timing und die Vorgehensweise der SAP-Anwenderunternehmen gelegt. "Für eine erfolgreiche Transformation nach SAP S/4HANA sollten Unternehmen genau analysieren, welche Anforderungen sie an die neue SAP-Lösung haben. In unserer Meta-Studie haben wir alle wichtigen Studien zu diesem Thema zusammengefasst und mit unseren Erfahrungen aus über 400 durchgeführten Projekten verglichen. So machen wir die Großwetterlage transparent und helfen SAP-Anwendern eine bessere Entscheidung zu treffen sowie aktuelle Chancen und Trends zu erkennen", so Gregor Stöckler, COO von SNP.

Motivation für Migration nach SAP S/4HANA sehr unterschiedlich
Laut der aktuellen Studie von Research Services by Foundry (ehemals IDG Research), wechseln 48 Prozent der Unternehmen sowohl aus technologischen als auch betriebswirtschaftlichen Gründen nach SAP S/4HANA. 43 Prozent nannten eher oder eindeutig technische und neun Prozent eher oder eindeutig betriebswirtschaftliche Gründe. SAP S/4HANA wird als strategische Grundlage für weitere Innovationen und Technologiesprünge verstanden.

Auch das IT-Beratungsunternehmen Valantic analysierte in der SAP S/4HANA-Studie 2022 die Motivation für den Wechsel zur nächsten Generation der SAP-Lösung. Für 81 Prozent der Unternehmen hat die Modernisierung der bestehenden SAP-Landschaften und IT-Infrastruktur im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und wachsenden Systemkomplexität eine übergeordnete Bedeutung. Mit 74 Prozent ist das angekündigte Wartungs- und Supportende für SAP ERP bis 2027 ein weiterer Haupttreiber für die Einführung von SAP S/4HANA.

Zudem erkennen die SAP-Anwender das mit der Einführung einhergehende Innovations- und Optimierungspotenzial für die digitale Unternehmensausrichtung und wollen veränderte Businessanforderungen in der neuen SAP-Lösung abbilden. Dieser Tenor zeigt sich auch in den Umfrageergebnissen des Marktforschungsunternehmens Lünendonk sowie des US-Magazins SAPinsider. Ein Mehrwert wird in der Beschleunigung bestehender Prozesse und Geschäftsabläufe gesehen – etwa durch die Verbesserung der Performance, Effizienz und Nutzerfreundlichkeit. Ein weiterer Grund ist das Streben nach Automatisierung.

Jeder dritte SAP-Kunde nutzt schon SAP S/4HANA
Laut dem Investitionsreport 2022 der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) hat inzwischen mehr als jedes dritte der befragten Anwenderunternehmen SAP S/4HANA im Einsatz. Dieses Bild wird von den Ergebnissen der jüngst erschienen Studie von Research Services by Foundry bestätigt: Demnach setzen bereits 35 Prozent der Unternehmen SAP S/4HANA oder SAP S/4HANA Cloud im Rahmen des Business-Transformation-as-a-Service-Programms "RISE with SAP" ein – weitere 37 Prozent planen die Implementierung.

Individuelle Migrationsstrategien
Die meisten Projektverantwortlichen wissen, dass sie für den Umstieg auf SAP S/4HANA zwischen den Migrationsansätzen Greenfield, Brownfield und Bluefield, einem hybriden (selektiven) Ansatz, wählen können. "Hinsichtlich des gewählten Ansatzes zeichnet die Studienlage kein eindeutiges Bild. Die Migrationsstrategie wird von individuellen Anforderungen und Gegebenheiten bestimmt", erklärt Gregor Stöckler.

Für ein Drittel der Befragten der Research Services by Foundry-Studie ist der hybride (selektive) Ansatz der Favorit. Er verbindet die Vorteile von Greenfield und Brownfield: Unternehmen können relevante Daten und Prozesse beibehalten und gleichzeitig Systeme entschlacken. Bei den Unternehmen mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro setzen mehr als 45 Prozent auf den selektiven Ansatz. Aber auch die Brownfield-Methode ist noch attraktiv. Nach Research Services by Foundry 2022 entscheiden sich 31 Prozent der Unternehmen für die technische Systemumstellung. Der Migrationsansatz eignet sich vor allem für Unternehmen ohne großen Optimierungsbedarf. Der Greenfield-Ansatz, der eine Neuimplementierung der SAP-Landschaft bedeutet und gemeinhin mit einem Prozess-Redesign einhergeht, ist für nur 22 Prozent interessant. Dieser Ansatz kommt vor allem dann infrage, wenn noch keine SAP-Software eingesetzt wird oder Anwenderunternehmen ihre Multi-ERP-Landschaften transformieren wollen.

Zur Studie
Die Meta-Studie beruht auf der Auswertung von Primär-Studien und Kundenumfragen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), der Americas SAP Users Group (ASUG), den Marktforschungsunternehmen Lünendonk und Research Services by Foundry (ehemals IDG Research) sowie dem US-Magazin SAPinsider und dem IT-Beratungsunternehmen Valantic. SNP hat die Studien gesichtet, die Ergebnisse zusammengefasst und diese kommentiert und eingeordnet. Die komplette Studie veröffentlicht SNP zum DSAG-Jahreskongress 2022 im Weißbuch "SAP S/4HANA: Das müssen Sie für Ihren erfolgreichen Umstieg wissen: Fakten, News und Praxiswissen von Experten für Experten".
(SNP: ra)

eingetragen: 09.10.22
Newsletterlauf: 24.11.22

SNP: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser PMK-Verlags-Newsletter
Ihr PMK-Verlags-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • KI: Herausforderung für Unternehmen weltweit

    Viva Technology veröffentlicht zum zweiten Mal das "VivaTech Confidence Barometer". Die internationale Management-Umfrage wurde von OpinionWay durchgeführt. Insgesamt betrachten Unternehmen technologischen Fortschritt zunehmend strategisch und die Entscheidungsträger sehen vorrangig in diesem Bereich Investitionsbedarf.

  • Wenig Vertrauen in die Cloud-Sicherheit

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Einsatz von Tools wie der Cloud oder KI

    Der globale Technologieanbieter Zoho hat europäische Unternehmen erneut zu ihren Erfolgen und Herausforderungen bei der digitalen Transformation befragt. Teilnehmer aus Deutschland schnitten diesmal im internationalen Vergleich zwar besser ab - um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen, besteht aber weiterhin Handlungsbedarf.

  • Integration von KI in Unternehmensprozesse

    Für die tägliche Arbeit nutzen nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden Künstliche Intelligenz (KI) wie Chat GPT oder DeepL. Das zeigt die aktuelle Studie "Cybersicherheit in Zahlen" von der G Data CyberDefense AG, Statista und Brand eins. Dabei bietet der Einsatz von KI für Unternehmen viele Möglichkeiten, um zum Beispiel Prozesse zu automatisieren und dadurch Kosten einzusparen. Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt in Zukunft entscheidend verändern.

  • Compliance-Risiken angehen

    Sphera hat ihren "Supply Chain Risk Report 2025" veröffentlicht. Dieser Bericht umfasst eine eingehende Analyse der dringendsten Risiken und aufkommenden Chancen, die die globalen Lieferketten verändern. Er bietet Führungskräften aus den Bereichen Beschaffung, Lieferkette und Nachhaltigkeit handlungsrelevante Einblicke, um die komplexen Herausforderungen zu meistern, mit denen sich Unternehmen angesichts neuer gesetzlicher Bestimmungen, wirtschaftlicher Unbeständigkeit und erhöhter ökologischer und sozialer Verantwortung auseinandersetzen müssen.

  • Verbreitung der Cloud-Nutzung in Unternehmen

    Nutanix, Spezialistin für Hybrid Multicloud Computing, hat die Ergebnisse der siebten Ausgabe ihrer jährlichen Studie "Enterprise Cloud Index" (ECI) vorgestellt. Mit der weltweiten Umfrage misst der Anbieter die Verbreitung der Cloud-Nutzung in den Unternehmen. Der diesjährige Bericht liefert Erkenntnisse zu Verbreitung, Investitionsprioritäten und Vorteilen generativer künstlicher Intelligenz (GenAI) und beleuchtet die zentralen Herausforderungen, denen Unternehmen weltweit gegenüberstehen, um die Anforderungen neuer KI-gestützter Workloads zu erfüllen.

  • Fortinet Cloud Security Report

    Die Cloud ist für Unternehmen ein wichtiger Bestandteil bei der digitalen Transformation. Laut des aktuellen State of Cloud Security Report 2025 von Fortinet besteht allerdings eine erhebliche Diskrepanz zwischen Cloud-Adoption und den nötigen Sicherheitskompetenzen in Unternehmen.

  • Reaktion auf Cloud-Herausforderungen

    Neuen Daten von SolarWinds zufolge ist weniger als ein Fünftel (18 Prozent) der IT-Experten der Ansicht, dass ihre aktuelle Cloud-Infrastruktur ihre Geschäftsanforderungen erfüllt. Damit zeigt sich beim Wechsel zur Cloud eine große Lücke zwischen Erwartung und Realität.

  • Starkes Wachstum des Cloud-Native-Marktes

    Auch hierzulande zählt Amazon Web Services (AWS) zu den wichtigsten Anbietern von Public Cloud Services für Geschäftskunden. Dank dessen anhaltend hoher Innovationskraft, etwa bei der Integration von KI-Werkzeugen oder der Anbindung von Edge-Infrastrukturen, wächst die Zahl der IT-Dienstleister, die den US-Hyperscaler als wichtigen Partner nutzen, um die IT-Landschaften ihrer Kunden in bedarfsgerechte und kostenflexible Architekturen zu transformieren. Entsprechend wettbewerbsintensiv stellt sich das aktuelle Marktgeschehen auch in Deutschland dar.

  • Souveräne Cloud als strategischen Schritt

    Broadcom hat neue Forschungsergebnisse von Johan David Michels, Queen Mary University of London, zum Stand der souveränen Cloud in Europa präsentiert. Michels' Bericht mit dem Titel "Sovereign Cloud for Europe", der mit Unterstützung von Broadcom erstellt wurde, zeigt die wachsenden Möglichkeiten für europäische Cloud-Dienstleister auf.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen