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Cloud-Business trotzt dem Safe Harbor-Chaos


Für Daniel Wolf, Regional Director DACH von Skyhigh Networks, ist das Cloud-Business viel weiter als die Politik
Anwenderunternehmen müssen jetzt nur sicherstellen, dass sie die richtigen - und datenschutzkonforme - Angebote nutzen

(08.03.16) - Das Safe Harbor-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Oktober 2015 wirft weiterhin große Schatten. Rechtssicherheit ist nicht in Sicht. Am 31. Januar endete eigentlich eine erste Schonfrist. Die Vertreter der USA und der EU konnten sich nur mit Mühe auf ein Folgeabkommen einigen – das sogenannte Privatsphäre-Schild. Ob dieser Entschluss tatsächlich den hohen Ansprüchen des Gerichts entspricht, ist allerdings fraglich. Zunächst bleibt alles beim Alten – zumindest bis April.

Dann dürften die Datenschützer der EU-Staaten die restriktiven Vorgaben für einen Transfer von Daten europäischer Bürger in die USA einfordern. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass viele Einzelpersonen sich ein Beispiel an dem Österreicher Max Schrems nehmen und von den Unternehmen den rechtskonformen Umgang mit ihren Daten einfordern. Bei einem fahrlässigen Verstoß drohen hohe Strafen.

Lesen Sie zum Thema "Datenschutz" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

Das Cloud-Business ist aber erstaunlich anpassungsfähig. Vor allem die US-Anbieter von Cloud Computing-Diensten reagieren. Sie warten nicht auf ein ungewisses rechtssicheres Abkommen – egal ob es Safe Harbor 2 oder Privatsphäre-Schild heißt. Sie errichten einfach jetzt schon Rechenzentren innerhalb der EU. Prominente Beispiele sind sicherlich Microsoft, Oracle und Amazon. Tatsächlich zeigt unsere regelmäßige Bewertung von über 16.000 Cloud-Services, dass mittlerweile rund 27 Prozent der Anbieter die Nutzerdaten in der EU speichern. Das sind doppelt so viele als noch vor sechs Monaten.

Die gute Nachricht für Anwenderunternehmen: Sie müssen nicht auf lieb gewonnene Cloud-Funktionalität verzichten – denn bereits heute stehen genügend datenschutzkonforme Alternativen zur Verfügung und es werden wohl immer mehr. Aber: Sie müssen sich so schnell wie möglich einen Überblick über die eigene Cloud-Nutzung verschaffen und die Dienste blockieren, die Daten außerhalb der EU speichern. Ohne diese Kontrolle setzen sich Unternehmen einem unkalkulierbaren Risiko aus. Die EU hat über 500 Millionen Einwohner und jeder einzelne dürfte bald das Recht haben, Unternehmen zu verklagen. (Skyhigh Networks: ra)

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Meldungen: Unternehmen

  • Moderne Engineering-Workflows

    Onshape by PTC, eine Cloud-native CAD- und PDM-Plattform, zeigt auf der Formnext 2025 in Halle 11.0, Stand B38, Live-Demonstrationen moderner Konstruktions- und Entwicklungsprozesse und gibt Einblicke in innovative Kundenanwendungen. Dazu gehört eine Live-Präsentation von Blocks Technology, ein Industrieunternehmen im Bereich Hochleistungssysteme für die additive Fertigung und Robotikplattformen der nächsten Generation. Die Formnext findet vom 18. bis 21.11.2025 in Frankfurt am Main statt.

  • Schutz von Cloud-Workloads

    enclaive, Anbieterin für Confidential Computing, ermöglicht die sichere Nutzung von Hyperscalern durch unabhängiges Key Management, Post-Quanten-Sicherheit und Multi-Cloud-Fähigkeit. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen behalten damit die volle Kontrolle über ihre Daten - auch bei US-basierten Cloud-Diensten. Für viele deutsche und europäische Unternehmen sind die Rechenleistung und Skalierbarkeit der großen US-Hyperscaler unverzichtbar, um ihre digitale Transformation voranzutreiben und große Datenbestände zu verwalten. Gleichzeitig stehen Organisationen vor rechtlichen und sicherheitstechnischen Herausforderungen - vom US CLOUD Act über Vendor Lock-ins bis hin zu strengen Compliance-Vorgaben wie der DSGVO.

  • Cloud-Infrastruktur von Ionos

    Ionos, Digitalisierungspartnerin und Cloud Enabler, und Nextcloud, die weltweit beliebteste datenschutzkonforme Kollaborationsplattform, haben auf dem Ionos Summit 2025 in Berlin den "Ionos Nextcloud Workspace" vorgestellt. Die Plattform ist eine europäische Alternative zu Angeboten wie Microsoft 365, die höchste Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität erfüllt. Die Office- und Kollaborations-Plattform von Nextcloud wird auf der zertifizierten souveränen Cloud-Infrastruktur von Ionos in deutschen Rechenzentren betrieben.

  • "Omnis KlearSight Sensor" für Kubernetes

    Netscout Systems hat die Erweiterung der durchgängigen End-to-End-Überwachung bekanntgegeben, um die Attribution für Audit-Kontrollen und Vorfallberichte zu verbessern, Zero-Trust-Netzwerkrichtlinien nachzuweisen und die Zeit zur Erkennung, Eindämmung und Dokumentation von Sicherheitsvorfällen zu verkürzen. Die erweiterte Überwachung ist in den "Omnis KlearSight Sensor" für Kubernetes integriert und soll Unternehmen dabei unterstützen, die komplexen Compliance-Anforderungen in Cloud-Umgebungen sowohl im Hinblick auf Sicherheits- als auch auf regulatorische Vorgaben zu bewältigen.

  • Unabhängige Cloud-Tests

    Qlik, Anbieterin für Datenintegration, Datenqualität, Analysen und Künstliche Intelligenz (KI), hat die Ergebnisse des ersten BARC Benchmarks bekannt gegeben. Die unabhängige Studie des Business Application Research Center (BARC) hat die Performance von Business Intelligence-Lösungen unter realen Cloud-Bedingungen untersucht.

  • Basierend auf der Cloud-Infrastruktur von AWS

    Arctic Wolf, Anbieterin von Security-Operations-Lösungen, gibt den Abschluss einer strategischen Kooperationsvereinbarung (Strategic Collaboration Agreement, SCA) mit Amazon Web Services (AWS) bekannt. Ziel der Vereinbarung ist es, die Leistungsfähigkeit der "Arctic Wolf Aurora Platform", des KI-gestützten Security Operations Centers (SOC) des Unternehmens, weiter auszubauen und KI-gestützte Sicherheitsoperationen für mehr als 10.000 Kunden weltweit zu optimieren.

  • Vom Konzept zur produktionsreifen Lösung

    GTT Communications und Insight Enterprises haben bekannt gegeben, dass sie eine neue KI-Fabrik für GTT erfolgreich implementiert haben. Diese basiert auf Dell PowerEdge Servern mit der Nvidia Accelerated Computing Platform. GTT, Nvidia, Dell Technologies und Insight haben zusammengearbeitet, um eine neue, skalierbare KI-Infrastruktur und -Architektur zu entwickeln und umzusetzen. Damit soll das Kundenerlebnis verbessert, operative Effizienz für die Mitarbeiter geschaffen und neue datengestützte Produkte auf den Markt gebracht werden.

  • Kunden auf ihrem Weg in die Cloud unterstützen

    Claroty, Spezialistin für die Sicherheit von cyber-physischen Systemen (CPS), wurde in die Forbes 2025 Cloud 100-Liste aufgenommen. Damit ist das Unternehmen zum vierten Mal in Folge im Ranking der 100 weltweit führenden Cloud-Unternehmen vertreten.

  • AWS und Nextlane mit strategischer Allianz

    Nextlane, Anbieterin von Softwarelösungen für den Automobilvertrieb, hat eine strategische Allianz mit Amazon Web Services (AWS) bekannt gegeben. Gemeinsam werden die Unternehmen die Cloud-Transformation in der europäischen Automobilindustrie vorantreiben und dabei die fundierte Branchenexpertise von Nextlane mit den fortschrittlichen Cloud-Funktionen von AWS kombinieren, um die nächste Phase der digitalen Innovation für Hersteller, Händler und Partner voranzutreiben.

  • Richtliniengesteuerte API-first-Plattform

    Hycu, Anbieterin von Data Protection-Lösungen für On-Premises-, Cloud- und SaaS-Umgebungen, ist im "GigaOm Cloud Data Protection Radar Report 2025" sowohl als "Leader" als auch als "Fast Mover" ausgezeichnet worden. Der Bericht würdigt "Hycu R-Cloud" für ihren einheitlichen, SaaS-basierten Data Protection-Ansatz für Hybrid-, Cloud-native und SaaS-Workloads. GigaOm positioniert das Unternehmen im Quadranten "Innovation/Platform Play" als herausragend im Branchenvergleich.

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