- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Fachartikel » Hintergrund

Sicherheit für Unternehmensdaten in der Cloud


Mobilität versus Sicherheit: Sicheres Cloud Computing für KMU
Mobiler Datenverkehr und Datenspeicherung in der Cloud müssen abgesichert sein

Autor Karl Mayrhofer
Autor Karl Mayrhofer Bei der Zugriffssicherheit unterschätzen viele Kunden die Bedeutung des Cloud-Logins für die Sicherheit in der Cloud, Bild: Fabasoft

Von Karl Mayrhofer

(03.06.14) - Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von der Nutzung der Cloud, denn der Geschäftsalltag wird immer schnelllebiger und mobiler. Auch Home-Office gehört zum Alltag, wie die aktuelle Studie von IDC zum Thema "Mobile Content Management in Deutschland 2014" zeigt. Mitarbeiter steigern ihre Effizienz, wenn sie auf Unternehmensdaten und Dokumenten auch von unterwegs zugreifen können. Bei der Auswahl des richtigen Cloud-Angebotes sollten Themen wie Daten-, Zugriffs- und Rechtssicherheit sowie die Service-Qualität besonders kritisch betrachtet werden.

KMU stehen aufgrund von Marktveränderungen unter zunehmendem Wettbewerbsdruck. Zeit ist ein kostbares Gut – dieses bestmöglich zu nutzen Pflicht. Um auf lange Sicht wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, müssen sie sich kontinuierlich an die neuen Anforderungen ihres Geschäftsumfelds anpassen. So ist es auch im Interesse des Arbeitgebers, wenn Mitarbeiter von unterwegs auf geschäftsrelevante Inhalte zugreifen können: Arbeitsprozesse werden auf diese Art dynamischer, flexibler und effektiver. So einfach es klingt, die Umsetzung in der Praxis ist nicht trivial. Mobiler Datenverkehr und Datenspeicherung in der Cloud müssen abgesichert sein. Daher sollte es im Interesse des Unternehmens liegen, die entsprechenden Rahmenbedingungen für den sicheren Austausch von geschäftsrelevanten Daten zu schaffen, bevor Mitarbeiter Selbstinitiative ergreifen und unsichere Plattformen zum Austausch von Informationen nutzen.

Sicherheit für Unternehmensdaten
Dies fängt bei der wesentlichen Fragestellung im Bereich der Datensicherheit an: Wo speichert der Anbieter meine Daten? Bei der Auswahl eines Anbieters ist jedenfalls wichtig, dass dieser die Daten in Europa belässt, idealer Weise in Deutschland speichert. Natürlich sollte der Anbieter umfassende Verschlüsselungsverfahren (z.B. Schutz durch SSL-Verschlüsselung nach dem RSA-Verfahren, HTTPS Standard) einsetzen, sowohl für den Datentransfer zwischen den (mobilen) Endgeräten und den Rechenzentren, als auch für das Speichern in den Rechenzentren. Darüber hinaus macht es Sinn, sich die Professionalität des Rechenzentrumsbetriebs objektiv nachweisen zu lassen, beispielsweise durch Zertifizierungen wie ISO 27001, ISO 20000 oder eine TÜV-Zertifizierung.

Lesen Sie zum Thema "IT Security" auch: IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Auch die IDC Studie (Download IDC Studie "Mobile Content Management in Deutschland 2014") bestätigt, dass in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen von File-Sharing- und Synchronisationslösungsanbietern die deutschen Unternehmen auf zertifizierte Sicherheitsstandards vertrauen. Hierbei sind der TÜV (68 Prozent) und die ISO-Zertifizierungen (50 Prozent für ISO 2000 und 46 Prozent für ISO 27001) am bekanntesten.

Generell sind einheitliche Regelungen für Zertifizierungen von der EU für Unternehmen von Vorteil und wünschenswert. In der Europäischen Union wird derzeit an den Rahmenbedingungen für den Aufbau von unabhängigen Cloud Services getüftelt. Die Arbeitsgruppen "Cloud Select Industry Group" (Cloud Select Industry Group on Code of Conduct, Cloud Select Industry Group on Certification Schemes und Cloud Select Industry Group on Service Level Agreements)der Europäischen Kommission haben das selbst erklärte Ziel, rechtliche Rahmenbedingungen für sicheres Cloud Computing zu schaffen. und so den Grundstein für eine europaweite Standardisierung von Cloud Computing zu legen.

Zugriff nur für authentisierte Personen
Bei der Zugriffssicherheit unterschätzen viele Kunden die Bedeutung des Cloud-Logins für die Sicherheit in der Cloud. E-Mail-Adresse und Passwort bieten nur geringen Schutz vor dem Missbrauch eines Cloud-Zugangs. Besser sind Login-Methoden, die neben dem Wissen über Login-Name und Passwort einen zweiten Faktor voraussetzen (Zwei-Faktor-Authentifizierung). In diesem Fall wird zum Beispiel bei einem Anmeldevorgang eine "E-Mail PIN" versandt, oder eine "MobilePIN" an ein vorher registriertes Mobiltelefon gesandt, die zusätzlich zu E-Mail-Adresse und Passwort anzugeben ist. Eine Vorgehensweise, die sich im Businessumfeld immer mehr als Standard etabliert. Noch sicherer sind Login-Verfahren wie "Single-Sign-On" mit einem digitalen Zertifikat, die Nutzung des Firmen-Accounts für den Cloud-Login oder die Anmeldung mit einer digitalen Identität, wie dem deutschen Personalausweis.

Für die mobile Nutzung von Cloud-Services empfiehlt es sich Anbieter zu wählen, die dafür passende Apps anbieten. Auch sie sollten die Möglichkeit zur Authentisierung mit "E-Mail PIN", "MobilePIN" oder Zertifikat bieten und die Daten lokal am Endgerät verschlüsseln.

Datenspeicherung unter europäischem Recht
Rechtssicherheit bedeutet für den Kunden, dass er einen konkreten Vertragspartner in Europa bzw. in Deutschland hat, mit standardisierten Cloud-Verträgen nach europäischem bzw. deutschem Recht. Cloud Computing-Verträge müssen Klarheit und Transparenz schaffen und regeln im Idealfall auch Service-Levels, beispielsweise eine vertraglich zugesicherte Verfügbarkeit des Cloud Computing-Dienstes. Professionelle Firmen veröffentlichen die tatsächlich gemessenen Service Levels ihres Cloud-Dienstes. Viele Cloud Computing-Anbieter setzen heute auf Infrastruktur-Dienste anderer Hersteller auf (z.B. auf Amazon oder Microsoft Windows Azure). Hier ist zu beachten, dass damit der Cloud Computing-Services von den rechtlichen Vorgaben und den Service-Levels dieser Drittanbieter abhängig ist. Die bessere Wahl sind Anbieter, die im Besitz des Source Codes sind und die Cloud-Dienste selbst betreiben.

Gütesiegel für Qualitätssicherheit
Die richtige Wahl des Cloud Computing-Anbieters trägt wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Eine gute Business-Cloud für den Mittelstand bietet nicht nur die technische Sicherheit des Speicherplatzes. Sie lässt sich auch ohne großen Aufwand in bestehende IT-Umgebungen und Sicherheitssysteme integrieren, garantiert eine Datenspeicherung in Deutschland oder Europa und bietet höchste Sicherheitslevels bei der Authentifizierung. Besonders in Zeiten von NSA und PRISM sollte der Fokus auf Cloud-Services "Made in Europe" liegen.

Autor des Fachartikels ist Karl Mayrhofer, Geschäftsführer Fabasoft Cloud GmbH
(Fabasoft: ra)

Fabasoft: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Hintergrund

  • Herausforderungen beim Ressourcen-Management

    Wenn Menschen über Ressourcen-Management reden, beschreiben sie Funktionen, die unter die Domäne "Enterprise Resource Planning (ERP)" fallen, wie z.B. Personalmanagement oder die Beschaffung von physischen Ressourcen wie Schreibtischen. In einem Dienstleistungsunternehmen hat dieser Begriff jedoch eine andere Bedeutung, wobei individuelle Tools und Strategien erforderlich sind. Im Zusammenhang mit Dienstleistungen geht es beim Ressourcen-Management um die Ressourcen-Zuweisung - Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen. Dies ist ein anspruchsvoller Prozess. Wird dieser richtig gemacht, wird die Zeit der Mitarbeiter in entsprechenden Projekten effektiv genutzt, wodurch die Rentabilität und das Kundenengagement verbessert werden.

  • Datenmanagement fördert Compliance

    Unabhängig vom konkreten Anlass oder Thema: Sobald Daten eine Rolle spielen, bestimmen sofort Begriffe wie "Sicherheit", "Privatsphäre" und "Datenschutz" die Diskussion. Gleichzeitig gab es allerdings seit ihrem Inkrafttreten im Mai 2018 europaweit bereits über 160.000 Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Grund genug für einen Appell, die Datenhoheit der eigenen Kunden ernster zu nehmen. Seit Oktober vergangenen Jahres ist Gaia X in der IT-Landschaft und darüber hinaus in aller Munde: Das ambitionierte Cloud Computing-Projekt des Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine unabhängige Dateninfrastruktur für den europäischen Raum zu schaffen. Das Ziel dahinter: mehr Sicherheit, Rechte und Vertrauen für die Nutzer, weniger Abhängigkeit von den großen internationalen Cloud-Providern.

  • Vertrauen in die Cloud wächst - oder doch nicht?

    Security first - IT-Sicherheit bleibt eine ständige Herausforderung für die IT-Verantwortlichen in den Unternehmen. Dabei spielt die Cloud eine immer wichtigere Rolle, denn einerseits verlagern die Unternehmen mehr und mehr Anwendungen ins Web. Andererseits bleiben Sicherheitsverletzungen ein Hauptziel für Datendiebstahl und DDoS-Attacken. Eine Umfrage, die Barracuda unter seinen Kunden weltweit durchführte, zeigt ein beachtliches Vertrauen der 850 befragten Sicherheitsexperten verschiedenster Unternehmensgrößen und -industrien in Public-Cloud-Bereitstellungen.

  • Warum Netzwerksichtbarkeit wichtig ist

    Laut IHS Markit, einem Dienstleister für Analysen und Informationen, entstehen Unternehmen aufgrund von Ausfällen und Leistungsverlusten ihrer Netzwerke jährlich etwa 700 Milliarden US-Dollar (circa 615 Milliarden Euro) an Mehrkosten. Das Risiko hierfür steigt, wenn Unternehmen Kosten sparen wollen und sich deshalb für eine Multi-Vendor-Strategie entscheiden, bei der sie Leistungen beim jeweils günstigen Anbieter beziehen, anstatt diese Leistungen für ihr gesamtes Netzwerk bei einem Anbieter zu beziehen. Diese Multi-Vendor-Strategie erschwert die Übersicht über das gesamte Netzwerk und erhöht so die Komplexität des Netzwerkmanagements.

  • Zusammenarbeit an einer Automotive-Cloud

    Mit einer Cloud-basierten Plattform will der Automobilhersteller Volkswagen seine Prozesse in der Fertigung optimieren. Die "Volkswagen Industrial Cloud" soll Ende 2019 verfügbar sein und wird langfristig rund 1.500 Partner in die Abläufe für Logistik und Produktion einbinden. Der Datenaustausch über die Cloud wird die gesamte Automobilindustrie ergreifen und macht es notwendig, dass alle Teilnehmer des Ökosystems in der Lage sind, ihre bestehenden IT-Systeme mit einer Industrial-Cloud zu verbinden. Auf diesen Trend sollten sich alle Marktteilnehmer schon heute vorbereiten.

  • Appliances: Engpass im Rechenzentrum?

    Es scheint ein Widerspruch zu sein: Obwohl die meisten Unternehmen viele ihrer Anwendungen in die Cloud migrieren, erfreut sich das klassische Rechenzentrum nach wie vor großer Beliebtheit. Seit nun mehr als einem Jahrzehnt virtualisieren Unternehmen ihre Rechenzentren und führen Cloud-Technologien ein. Und sagten einige Experten vor gut zehn Jahren voraus, dass das Rechenzentrum der Zukunft vollständig in der Cloud betrieben würde, sehen wir heute, dass dies nicht eingetreten ist. Stattdessen führten Unternehmen Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen ein, die ihnen die Wahl geben, ihren Anwendungen und Daten das ideale Zuhause zu geben.

  • Cloud-gestützte Sicherheitsmechanismen

    Cloud Computing-Lösungen sind auch im IT-Security-Bereich zunehmend verbreitet. Viele Anbieter verlagern Sicherheitsmechanismen und andere Dienste in ihre Rechenzentren, anstatt diese auf klassische Weise bei den Kunden vor Ort (On-Premises) zu betreiben. Doch ist die Anti-Malware-Lösung aus der Cloud tatsächlich die geeignete Variante für jeden Anwendungsfall? Und wo genau liegen eigentlich die möglichen Vor- und Nachteile des Virenschutzes aus der Wolke? Die IT-Sicherheits-Experten von Tabidus Technology nennen drei gute Gründe für die Cloud. Im Gegenzug weisen sie aber auch auf drei problematische Aspekte hin, die Unternehmen und IT-Verantwortliche unbedingt im Auge behalten sollten.

  • Cloud Computing ist Mainstream in der IT

    "Die Wolke" ist in der Unternehmens-IT deutscher Unternehmen angekommen. Auch hierzulande profitieren Firmen jeder Größe von niedrigeren Kosten bei größerer Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit. Die Verantwortung für die Sicherheit ihrer Daten sollten Unternehmen jedoch nicht in die Hände von Cloud-Providern legen. Der Datenverschlüsselung und der Kontrolle über die Verschlüsselungs-Keys kommt in heterogenen IT-Landschaften besondere Bedeutung zu. Denn im Ernstfall ist Verschlüsselung die letzte Feste der IT-Security.

  • Vorteile von Security-as-a-Service

    Security-as-a-Service wird bei Großunternehmen und KMU immer beliebter: Die sich ständig erweiternde Bedrohungslandschaft und der Mangel an Fachkräften führt zur zunehmenden Akzeptanz von IT-Sicherheit als Dienstleistung. Denn der Arbeitsmarkt bleibt angespannt, in Deutschland gibt es laut Bitkom 82.000 offene Stellen für IT-Spezialisten, und die Nachfrage nach Sicherheitsexperten steigt branchenübergreifend. Für viele Unternehmen ist deshalb eine Auslagerung von Management, Implementierung und Überwachung des komplexen Security-Bereichs eine sinnvolle und kosteneffiziente Investition, um ihre internen IT-Ressourcen zu entlasten und zugleich ihr Sicherheitsprofil zu schärfen.

  • Einblick in jede Cloud-Instanz haben

    Die Vielzahl an Cloud Computing-Services eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, einzelne Geschäftsprozesse zu optimieren. Die richtige Cloudstrategie hat sich damit längst zu einem Wettbewerbskriterium entwickelt. Viele Unternehmen setzen auf eine Multicloud-Strategie, um bei eventuellen Ausfällen den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten zu können und nicht von nur einem Anbieter abhängig zu sein. Die Nutzung von Cloudservices sollte umfassend geplant werden. Bei lediglich punktuellen Migrationen einzelner Prozesse besteht das Risiko, dass das Optimierungspotential nicht vollständig genutzt wird. Doch neben dem Faktor Performance hat auch die Datensicherheit mittlerweile geschäftskritische Relevanz erreicht. Regulatorische Standards sollten daher frühzeitig in das Multicloud-Konzept einfließen, die Auswahl der Anbieter mitbestimmen und durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen flankiert werden.