- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Hintergrund

Energiekosten im Rechenzentrum sparen


Strategien zum Energiesparen in Rechenzentren: Neues EU-Projekt an der Universität Mannheim
Wissenschaftler entwickeln Software, mit der der Energieverbrauch für Server und Netzwerke in Rechenzentren um 20 Prozent gesenkt werden soll


(27.09.10) - Computer sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Das schlägt sich auch in der Energiebilanz nieder. Der Stromverbrauch durch Einsatz von Informationstechnik entspricht alleine in Deutschland in etwa der Leistung von zehn Kohlekraftwerken. Wesentlichen Anteil daran haben Rechenzentren. Für diese entwickelt ein europäisches Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Mannheim neue Energiesparstrategien und -software. Einsparpotenzial: 1,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr alleine in Deutschland – das entspricht in etwa dem Verbrauch von 350.000 Vier-Personen-Haushalten.

Die Mannheimer Forscher sind Teil des EU-Projektes "FIT4Green", in dem europaweit zehn Universitäten und Unternehmen zusammenarbeiten. Sie wollen den Energieverbrauch von Servern und Netzwerken in Rechenzentren um zwanzig Prozent senken. Die für die Kühlung benötigte Energie wird dadurch in gleicher Größenordnung eingespart.

Gemeinsam entwickeln die Partner dazu ein sogenanntes "Plug-in" – ein Zusatzprogramm, das nachträglich in die Verwaltungs- bzw. Organisationsprogramme von Rechenzentren eingreift. "Das Programm setzt auf den bestehenden Systemen auf und ergänzt diese um eine energiesensible Komponente. Vereinfacht gesagt, verteilt das Zusatzprogramm die anstehenden Rechenaufgaben nach Energiegesichtspunkten", erläutert Prof. Colin Atkinson, Projektleiter an der Universität Mannheim.

Zum einen werden dabei die verschiedenen Aufträge auf einzelnen Großrechnern oder Clustern – Zusammenschlüssen von Rechnern – konzentriert, um die Auslastung und damit die Effizienz der Geräte zu erhöhen. Nicht benötigte Server können dann vom Plug-In automatisch abgeschaltet werden. In geografisch verteilten Rechenzentren werden zudem Unterschiede in den örtlichen Gegebenheiten ausgenutzt: So sollen etwa beim sogenannten Cloud Computing – dem Zusammenschluss vieler Rechner über weite Distanzen zur Bearbeitung komplexer Aufgaben – die Teilaufträge dorthin verlagert werden, wo sie am wenigsten Kühlung benötigen oder wo der Strom aus alternativen Energieträgern gespeist wird.

"Die Menge an Energie, die sich so einsparen lassen wird, ist enorm", erklärt Sonja Klingert, Koordinatorin für FIT4Green an der Uni Mannheim. "Wir rechnen damit, dass das Energiesparpotential rund 1,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr allein in Deutschland beträgt. Das entspricht in etwa der Energiemenge, die 350.000 Vier-Personen-Haushalten verbrauchen." Weiterhin soll dadurch für die Kühlung der Geräte benötigter Strom in gleicher Größenordnung eingespart werden.

Die Energieeinsparung hätte nicht nur positive Auswirkungen auf die CO2-Bilanz in Deutschland, sondern würde sich auch direkt auf die Gewinnmargen der wachsenden Rechenzentrumsbranche auswirken: Mit einem Anteil von etwa 42 Prozent an den Gesamtkosten der Rechenzentren stellen die Energiekosten einen gewichtigen Hebel für Kosteneinsparungen dar. Darüber hinaus trägt das Projekt langfristig zum Ressourcenschutz bei, indem sowohl der Energieverbrauch als auch die Emissionen der IT-Technikgeräte gesenkt werden. Die zehn Projektpartner rechnen mit einer Entwicklungsphase für die Software von zunächst zweieinhalb Jahren. (Universität Mannheim: ra)

Universität Mannheim: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Hintergrund

  • Cloud Computing ist sicherer, als man denkt

    Cloud Computing ist weiter auf dem Vormarsch. Anfängliche Bedenken von hauptsächlich mittelständischen Unternehmen ihre Daten außer Haus zu geben, schwinden. Das Internet der Dinge wird noch einmal für Beschleunigung sorgen. Selbst Regierungen und Militärs setzen inzwischen auf Services und die Datenspeicherung in der Wolke. Damit bekommt das Thema Sicherheit noch einmal eine ganz neue Facette. Cloud Computing ist nicht gleich Cloud Computing. Während auf Unternehmensebene zumeist über die Unterscheidung zwischen Public und Private Cloud diskutiert wird, geht es auf der Ebene von Regierungen und Militärs um den Unterschied zwischen Single- und Multi-Cloud-Strategien. Eine Diskussion, die sich im privaten Umfeld längst erledigt hat. Hier dominiert die Multi-Cloud. Gerade seitens der Militärs wird allerdings sehr stark der Single-Cloud-Ansatz verfolgt, bei dem alle Services von einem einzigen Anbieter bezogen werden. Auf diese Weise versucht man die Zahl der Angriffsflächen für mögliche Cyber-Bedroher einzuschränken.

  • Auswirkungen auf das Datenmanagement

    Für Firmen wird es immer schwieriger, effizient und verantwortungsbewusst mit ihren Daten umzugehen: Viele haben schier den Überblick verloren. Das muss allerdings nicht sein: Mit DataOps hilft ein neuer Ansatz im Datenmanagement wieder Ordnung in die Datenbanken zu bringen. Laut einer aktuellen Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmens 451 Research unter 150 Führungskräften, wachsen die Daten eines Großteils der befragten Firmen täglich beträchtlich: Bei 29 Prozent um 100 bis 500 Gigabyte (GB) pro Tag und bei 19 Prozent um 500 GB bis 1 Terabyte (TB). Immerhin noch 13 Prozent verzeichnen sogar eine Zunahme von 2 TB.

  • Lösung: ein Remote-Cloud-System

    Kaspersky Lab hat eine experimentelle Cloud-Infrastruktur für bionische Prothesen des russischen Hightech-Start-Ups Motorica aus Perspektive der IT-Security genauestens unter die Lupe genommen und mehrere bisher unbekannte Sicherheitsprobleme identifiziert. Unbefugte könnten so auf höchstsensible Patientendaten zugreifen und diese manipulieren, stehlen oder löschen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden dem Hersteller umgehend mitgeteilt.

  • Service Design & Transition - Aufbau von Services

    Mehr Klarheit im unübersichtlichen Feld von Service Management: Das versprechen die neuen Quadranten des ISG Provider Lens Reports. Die Marktbetrachtung bietet sauber aufgeteilte Unterkategorien und Herstellerbewertungen. Für Experten perfekt, aber für Laien ist es trotzdem nicht einfach, sich hier zurechtzufinden. Ein Kunde, der heute einfach nur seine IT in den Griff bekommen will, hat es nicht leicht. Er wird konfrontiert mit Kürzeln wie SIAM, ITSM und BPM. In jedem dieser Bereiche tummelt sich eine Reihe von Anbietern, die wiederum versuchen, einzelne Begriffe zu prägen. Für mehr Transparenz sind jetzt die Analysten gefragt - so wie die ISG Group mit ihrem Provider Lens Quadrant Report.

  • IT-Ressourcen aus der Cloud

    Das Thema Künstliche Intelligenz wird von immer mehr Menschen als eine wichtige Schlüsseltechnologie angesehen. Dies bestätigt eine Umfrage des ITK-Verbands Bitkom im Dezember 2018: Zwei Drittel der Befragten sehen den Wohlstand gefährdet, wenn Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört. Eine Mehrheit von 62 Prozent sehen die KI zudem eher als eine Chance als eine Bedrohung. Für die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das Thema ebenfalls ganz oben auf der Agenda: Nach ihrer Meinung müsse Deutschland ein führender Standort für Künstliche Intelligenz werden.

  • Vorteile einer Hybrid-Multi-Cloud ausschöpfen

    2019 werden viele Unternehmen eine Cloud-First-Strategie verfolgen, um von mehr Flexibilität, Agilität und Kostenersparnis zu profitieren. Laut einer aktuellen Studie von Forrester Consulting haben bereits 86 Prozent der Unternehmen eine Multi-Cloud-Strategie. Aber ob sie nun die Services von verschiedenen Providern beziehen oder "nur" Private- und Public Cloud in einer Hybrid Cloud kombinieren mit einem - wie wir ihn nennen - Hybrid-Multi-Cloud-Ansatz, können sich Kunden für jeden Anwendungsfall die jeweils beste Lösung herauspicken. Wer mehrere Clouds gleichzeitig nutzt, steht aber auch vor neuen Herausforderungen in Bezug auf das Datenmanagement.

  • Die wichtigsten Cloud-Trends 2019

    Was bringt das Jahr 2019? Keine Frage: Die Cloud wird immer wichtiger. Doch eine Cloud-Form allein reicht den meisten Unternehmen nicht mehr aus. Viele setzen auf eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung. Verteilte Speicherorte und Datenquellen spielen auch für künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle - ein Top-Thema, das weiter Fahrt aufnehmen wird. Dabei erfordern sowohl KI als auch die Multi Cloud ein unabhängiges Datenmanagement in der Cloud. Was sich hinter diesen Trends verbirgt und wie sie zusammenspielen, zeigt Peter Wüst, Senior Director Cloud Infrastructure & Cloud Data Services EMEA bei NetApp, im folgenden Beitrag.

  • Künstliche Intelligenz unterstützt ITSM-Prozesse

    Laut Schätzung des Marktanalysten Gartner werden CIOs bis 2023 mehr als das Dreifache der Endgeräte verantworten, als sie aktuell verwalten. Ohne technologische Unterstützung werden sie diese Aufgabe auf Dauer kaum bewältigen können. Doch welche Technologiethemen sollten CIOs 2019 im Blick behalten, wenn es um die Vereinheitlichung des IT-Betriebs und den Abbau von Silos geht? Ivanti hat vier Fokusbereiche im IT-Servicemanagement identifiziert: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz (KI) finden in den kommenden fünf Jahren einen großflächigen Eingang in das ITSM. Artificially Intelligent Service Management (AISM) wird dabei im ersten Schritt das traditionelle Service Management ergänzen. Die zentralen Stärken für KI liegen im Incident und Request Management, indem sie Vorfälle und Anfragen interpretiert, bevor diese in das traditionelle IT-Servicemanagement eingesteuert werden.

  • Datensicherheit und Compliance

    Die Cloud-Nutzung hat 2018 einen neuen Höchststand erreicht und der Wachstumstrend wird voraussichtlich weiter anhalten. Mit einer beschleunigten Bereitstellung, einer flexibleren Kostengestaltung der Services und einfacheren Arbeitsabläufen bietet sie Vorteile, auf die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung nicht verzichten können. Die unmittelbaren Vorteile tragen jedoch dazu bei, dass die damit verbundenen Konsequenzen für die IT-Sicherheit bei Unternehmen zunächst außer Acht gelassen werden. Die wesentliche Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die in die Cloud ausgelagerten und genutzten Daten sicherzustellen. Für nicht wenige Organisationen bedeutet dies jedoch ein nahezu radikales Umdenken. Zusätzlich zur Sicherung von Umgebungen und Infrastrukturen ist eine weitere Ebene erforderlich, die bei den Daten ansetzt. Wie Unternehmen sich dieser Herausforderung nähern, welche Maßnahmen sie ergreifen und welche wesentlichen nächsten Schritte sie in diesem Zusammenhang sehen, darüber gibt eine Studie von Bitglass Aufschluss.

  • Fragen nach der richtigen Cloud

    Viele der Trend-Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) oder das Internet of Things (IoT) sind bereits bekannte Größen. Diese werden sich durch ihre Rolle im Datenmanagement neu definieren - und dann eine noch zentralere Rolle im Arbeitsalltag einnehmen. Zusammen mit Containerisierung und noch intelligenteren IoT-Edge-Geräten können Entwickler damit im kommenden Jahr die nötigen Impulse für einen datengetriebenen Markterfolg und neue Geschäftsmöglichkeiten setzen.