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Sicheres Cloud Computing für den Mittelstand


Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie kündigte Cloud Computing-Initiative an
Dr. Bernd Pfaffenbach: "Hochwertiges Angebot an Cloud-Diensten ist für die Attraktivität des Standorts Deutschland wichtig"


(08.09.10) - Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Dr. Bernd Pfaffenbach, empfing hochrangige Repräsentanten der IT-Branche und Wissenschaftler zum zweiten Strategiegespräch zum Thema Cloud Computing. Im Rahmen des Gesprächs wurden gemeinsam Ziele und Handlungsfelder einer gemeinsamen Cloud Computing-Initiative abgestimmt. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, wird diese Initiative - eine Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik - Anfang Oktober 2010 offiziell starten.

Staatssekretär Dr. Pfaffenbach sagte: "Ein hochwertiges Angebot an Cloud-Diensten ist für die Attraktivität des Standorts Deutschland wichtig. Es kommt jetzt darauf an, die mit Cloud Computing verbundenen neuen Geschäftsideen möglichst frühzeitig erfolgreich an den Start zu bringen. Wir möchten mit der geplanten Cloud Computing-Initiative aktuelle Herausforderungen für die Nutzung von Cloud Computing aufgreifen und insbesondere die großen Potenziale für die deutsche Wirtschaft frühzeitig erschließen."

In einem ersten Schritt wurde der Technologiewettbewerb "Sichere Internet-Dienste - Sicheres Cloud Computing für Mittelstand und öffentlichen Sektor (Trusted Cloud)" gestartet. Er ist der zentrale Beitrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Cloud Computing-Initiative. Durch Entwicklung und Erprobung von Beispiellösungen in Wirtschaft und öffentlichem Sektor sollen mit dem Förderprogramm "Trusted Cloud" innovative Projektideen für Vorhaben in Forschung und Entwicklung angeregt werden. Hierfür sind Fördermittel in Höhe von rund 30 Mio. Euro vorgesehen. Die Projektideen können bis zum 14. Januar 2011 eingereicht werden. Im Rahmen der CeBIT 2011 sollen die fünf bis zehn ausgewählten Pilotprojekte vorgestellt werden.

Cloud Computing bietet die Möglichkeit, Rechenleistung, Speicherkapazitäten und Software kundenspezifisch und flexibel über das Internet anzubieten. Unternehmen können damit IT-Kapazitäten auslagern - analog zur Auslagerung von Produktion an externe Anbieter. Die von Analysten erwarteten Wachstumsraten liegen bei über 20 Prozent pro Jahr. In kaum einem anderen Segment des professionellen IKT-Marktes in Deutschland werden derart hohe Wachstumsraten erwartet. Für den deutschen Cloud Computing-Markt erwartet beispielsweise das Consulting-Unternehmen Experton für 2012 ein Volumen von 1,2 Mrd. Euro.

Auf Basis der Ergebnisse des Strategiegesprächs wurde die Cloud Computing-Initiative finalisiert. Sie bildet das Dach über die vielfältigen Aktivitäten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, die in einem gemeinsamen Aktionsprogramm gebündelt werden sollen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Federführung der Initiative übernommen.

Die große technologische und wirtschaftliche Bedeutung des Themas Cloud Computing spiegelt sich auch in anderen politischen Initiativen wider. So wird es in der neuen IT-Strategie der Bundesregierung "Deutschland Digital 2015" eine wichtige Rolle spielen. Zudem hat der IT-Gipfel-Prozess Cloud Computing als ein zentrales Thema für die nationale Technologie- und Standort-Politik identifiziert. Beim Fünften Nationalen IT-Gipfel am 7. Dezember 2010 in Dresden wird es Gegenstand mehrerer Arbeitsgruppen sein. (BMWi: ra)

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Meldungen: Nachrichten

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    Die Nutzung externer Anbieter für Cloud Computing-Dienste durch die Bundesregierung ist ein Thema ihrer Antwort (19/10826) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10307). Die darin enthaltene Übersicht der genutzten Cloud-Dienste macht der Regierung zufolge deutlich, "dass die Bundesverwaltung vollwertige Dienste nutzt, die über die Bereitstellung einer bloßen Speicher-Infrastruktur hinausgehen". Der Nutzung von Cloud-Services gehe ein fachlicher Bedarf einer Behörde voraus. Dieser Bedarf solle nach dem Beschluss des IT-Rats "Kriterien für die Nutzung von Cloud-Diensten der IT-Wirtschaft durch die Bundesverwaltung" nach Möglichkeit zuerst durch bundeseigene Dienstleister gedeckt werden. Ist dies nicht oder nicht wirtschaftlich möglich, könne unter bestimmten Voraussetzungen ein externer Cloud-Service beschafft werden.

  • Bundesförderung für Entwicklung von Schul-Clouds

    Cloud Computing verbreitet sich immer mehr. Auch der Einsatz von Clouds in Schulen hat ein großes Potenzial. Bislang greifen vor allem zahlreiche Onlinedienstleistungen auf Cloudlösungen zurück, indem sie Speicherplatz, Rechenleistung und Software aus einem Rechnernetzwerk nutzen, anstatt eine entsprechende Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Das schreibt die FDP in ihrer Kleinen Anfrage (19/7681).

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    Die Zugriffsmöglichkeiten von Kunden insolventer Cloud-Dienst-Anbieter auf ihre Daten sind Thema einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (19/7808). Die Lage sei unklar, und der Verlust der Daten von Privatpersonen und Unternehmen nicht auszuschließen, heißt es in der Anfrage, in der auf vertragliche Dateneigentumsklauseln, die sich in den USA etabliert hätten, verwiesen wird. Die Fragesteller wollen daher unter anderem wissen, wie die Bundesregierung die Zugehörigkeit von Kundendaten zur Insolvenzmasse eines Cloud-Dienst-Anbieters als Vermögenswert beurteilt.

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    Die Deutsche Bundesregierung will die Künstliche Intelligenz (KI) als Schlüsseltechnologie intensiv und in der Breite fördern. Deutschland soll führender Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien werden, auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern, heißt es in der Antwort (19/6327) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (19/5634). Die Bundesregierung trete für eine verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Entwicklung und Nutzung von KI ein und wolle die Nutzung verantwortungsvoll in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft und im Dialog mit der Gesellschaft voranbringen. Dazu habe das Kabinett am 15. November 2018 eine Strategie Künstliche Intelligenz beschlossen, die für die kommenden sieben Jahre Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro vorsehe.

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    Für die Möglichkeit der Auslagerung von Leitsystemen der Bahnen (U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, Zahnradbahn sowie andere Bahnsysteme) in eine Cloud interessiert sich die AfD-Fraktion. In einer Kleinen Anfrage (19/5695) verweisen die Abgeordneten darauf, dass in der Schweiz die Gornergratbahn als erstes Bahnunternehmen ihr gesamtes Leitsystem in eine Cloud ausgelagert habe.

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    IoT-Geräte-Ökosystem, Cloud-Managementfunktionen, IoT-Standardtechnologie, Open Connectivity Foundation, IoT-Kompatibilitätskluft, IoT-Standardtechnologie, OCF-Rahmenwerk,

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    Der Einzug moderner computergestützter Technologien hat die Lebenswissenschaften grundlegend verändert. In biomedizinischen Laboren werden heute in kurzer Zeit große Datenmengen erhoben, etwa bei der Sequenzierung des menschlichen Genoms. Die intelligente Verknüpfung und Nutzung dieser wachsenden Datenmengen eröffnen große Chancen für Wissenschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig stellt Big Data Forscher vor neue Herausforderungen: Wie können die heterogenen Datenpakete sinnvoll verwaltet und ausgewertet werden? Was tun, wenn passende IT-Systeme zur Datenanalyse im eigenen Labor fehlen? Wie lässt sich die Sicherheit der Inhalte gewährleisten?

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    Die Europäische Kommission präsentierte ihre Pläne, damit Wissenschaft, Unternehmen und der öffentliche Sektor mit Hilfe Cloud-gestützter Dienste und erstklassiger Infrastrukturen besser von der Big Data-Revolution profitieren können. Europa gehört zu den weltweit größten Produzenten wissenschaftlicher Erkenntnisse, kann aber die gewaltige Menge an Daten, die es generiert ("Big Data"), aufgrund unzureichender und fragmentierter Infrastrukturen nur bedingt nutzen.