- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Markt für Machine Learning gewinnt rasant an Reife


Studie zum "Data Analytics"-Markt: Machine Learning: Preise sinken, die Produktreife steigt
Veränderungen am Markt sind zunehmend exponentiell, weil zum nun auch die großen Public Cloud-Provider auf dieses Thema setzen

- Anzeigen -





"Machine Learning as a Service" ist zu einem umkämpften Markt geworden, in dem sich nahezu alle wichtigen IT-Provider positionieren. Sie müssen die Funktionen, zugrundeliegenden Algorithmen und Modelle dabei qualitativ wie quantitativ schnell weiterentwickeln, um Marktanteile und Kunden zu gewinnen. Dies stellt der neue große Anbietervergleich "ISG Provider Lens Germany 2019 – Data Analytics Services & Solutions" fest. Die vom Marktforschungs- und Beratungshaus ISG Information Services Group jährlich durchgeführte Studie verzeichnet bei Machine Learning-Lösungen zudem eine deutlich gestiegene Portfolioattraktivität und Produktreife. Die Veränderungen am Markt sind dabei zunehmend exponentiell, weil zum Beispiel nun auch die großen Public Cloud-Provider auf dieses Thema setzen. Über den Markt für "Machine Learning as a Service" hinaus untersuchte ISG in der Studie insgesamt rund 70 Anbieter in fünf Teilmärkten.

"Mittlerweile beschäftigt sich über die Hälfte der mittleren und großen Unternehmen mit Machine Learning", sagt Frank Schmeiler, Research Director der ISG Information Services Group und Lead Advisor der Studie. "Das enorme Marktpotenzial sorgt zum einen dafür, dass sich nahezu alle wichtigen IT-Provider positionieren. Zum anderen drängen Start-ups mit ausgeklügelten Machine Learning-Plattformen in den Markt." Dieser wird sich nach Einschätzung von ISG durch Akquisitionen konsolidieren, da vor allem die großen Anbieter ihre Marktanteile durch Zukäufe stärken werden. "Das führt dazu, dass der Markt in rasantem Tempo an Reife gewinnt, wovon natürlich die Kunden profitieren", so ISG-Analyst Schmeiler. "Einerseits sinken die Preise, andererseits gewinnen die Produkte an Marktreife. Die Anbieter haben entsprechend erkannt, dass sie nur über eine Preis- oder Qualitätsführerschaft am Markt bestehen können."

Ein starker Fokus der verfügbaren Plattformen liegt auf Visualisierung und Dashboards, um eine hohe Transparenz und leichte Bedienbarkeit zu gewährleisten. "Anwender aus den Fachbereichen müssen nicht die komplexen Algorithmen oder Data Science-Werkzeuge verstehen. Die Anbieter setzen vielmehr auf eine einfache und prägnante Darstellung komplexer Analysen", so Schmeiler.

Für viele der entwickelten Frameworks und Technologien benötigen die Anwender noch ein hohes Maß an entsprechenden, aber zumeist nicht vorhandenen Skills, um diese auf ihre individuellen Use beziehungsweise Business Cases anzupassen. Anbieter wie auch Anwender setzen daher verstärkt auf die Entwicklung und die Integration vorgefertigter Analytics-Bausteine. Für deren Einsatz wird immer weniger Spezial-Know-how benötigt. Durch die zunehmende organisatorische und technologische Auflösung der vorhandenen Datensilos mittels zentraler Datenpools, werden sich zudem immer mehr Abläufe automatisieren lassen.

"Bei Themen wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning stehen wir noch ziemlich am Anfang. Das Potenzial ist hier noch lange nicht ausgeschöpft", sagt Steffen Nolte, Junior Consultant bei ISG und Co-Autor der Studie. "Wir erwarten in diesem Markt deshalb eine weitere enorme Entwicklung." Im "Leader"-Quadranten des Marktsegments "Machine Learning as a Service" weist der ISG-Anbietervergleich vier Anbieter aus: AWS, IBM, Microsoft und SAP.

Im "Leader"-Quadranten des Marktsegments "Machine Learning as a Service" konnten sich vier Anbieter positionieren.
Neben den Anbietern für "Machine Learning as a Service" hat die ISG-Studie vier weitere Teilmärkte analysiert und diese zum Teil noch nach "Midmarket" und "Large Accounts" unterteilt: "Self-Service-Analytics & BI Platforms-as-a-Service", "Operational Intelligence", "Social Analytics (Socialytics)" sowie "Data Driven Business Model Transformation (Consulting & Integration)".

Self-Service-Analytics & BI Platforms as a Service
Die meisten deutschen Unternehmen sind laut der ISG-Studie gerade dabei, ihre Business Intelligence-(BI-)Technologien und -Strategien auf einen Data-Analytics-Ansatz zu überführen. Zugleich erkennen immer mehr Unternehmen, insbesondere auch Mittelständler, die Vorteile von Cloud-basierten BI- und Analytics-Lösungen. Die gerade in Deutschland noch herrschenden Sicherheitsbedenken gegenüber Cloud-basierten Lösungen adressieren die meisten Anbieter mittlerweile, indem sie zum Beispiel Rechenzentren in Deutschland eröffnen. Weiter vorangetrieben wird der Markt derzeit auch durch die immer anspruchsvolleren Analysen, die BI- und Analytics-Plattformen leisten können. So lassen sich wichtige Analyseaufgaben wie Datenreinigung, Datenmodellierung und Datenvorverarbeitung zunehmend automatisiert durchführen.

Operational Intelligence
Alle maßgeblichen Anbieter von Operational Intelligence-Lösungen bieten mittlerweile einen standortunabhängigen, mobilen Zugriff auf unternehmensinterne Daten an. Auch in diesem Marktsegment steigt die Beliebtheit von Cloud-basierten Lösungen deutlich. Denn sie ermöglichen es den Mitarbeitern, innerhalb des Unternehmens und auch über Unternehmensgrenzen hinweg besser zusammenzuarbeiten. Die Anbieter wiederum können ihre Kunden besser ansprechen und das Benutzererlebnis verbessern. Geringere Betriebskosten und eine schnellere Datenbereitstellung sind weitere wesentliche Vorteile Cloud-basierter Lösungen.

Social Analytics (Socialytics)
Socialytics-Anbieter legen ihren Fokus auf die Strukturierung und Analyse von Social-Media-Daten. ISG stellte fest, dass sich die starke Konsolidierung des Marktes durch Fusionen und Übernahmen zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Im Trend lägen hingegen Social Management-Suites, die auch qualitativ hochwertige und ausgeprägte Analyse-Funktionen bieten. So fordern Kunden etwa vermehrt Echtzeit-Analysen, um zum Beispiel Marketingmaßnahmen zu verbessern und auf heraufziehende "Shitstorms" reagieren zu können, bevor ein Image-Schaden entsteht. Aus diesem Grund setzen Socialytics-Anbieter auch immer mehr auf Künstliche Intelligenz und Machine Learning. So sind zum Beispiel viele Sentiment-Analysen nun mit Algorithmen ausgestattet, die Empathie und versteckte Vorwürfe wie Sarkasmus und Ironie klarer voneinander abgrenzen können. Auch die Tools zur automatischen Bilderkennung haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Reife gewonnen.

Data Driven Business Model Transformation (Consulting & Integration)
Der Beratungsmarkt für datengetriebene Geschäftsmodelle und deren Konzeption ist zu einem bedeutenden Marktsegment für IT-Berater geworden, auch bei mittelständischen Unternehmen. Vor allem das Strategie-Consulting rückt laut ISG-Studie immer weiter in den Vordergrund. Kunden benötigen heute vor allem strategische Unterstützung bei neuen Geschäftsmodellen, die sich aus Datenmustern gezielt ableiten lassen.

Dabei ist die Restrukturierung vorhandener sowie die Entwicklung neuer Geschäftsprozesse genauso bedeutend wie deren nachhaltige Integration. Da die möglichen Anwendungsszenarien sehr vielfältig sind, müssen die Anbieter ein breites Know-how bieten: etwa mit Bots im Bereich Service Desk und Customer Relationship Management (CRM), mit Virtual Counterparts in der Produktentwicklung oder mit Predictive Maintenance/Security sowie Cognitive Computing für die Sicherstellung von Service Levels oder der Compliance.
(Information Services Group – ISG: ra)

eingetragen: 17.12.18
Newsletterlauf: 25.01.19

ISG: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Situation von Managed-Services-Providern

    SolarWinds MSP veröffentlicht eine neue Marktstudie zur Nutzung von Managed Services in Europa und Nordamerika. Laut den Ergebnissen sind Managed Services auch zukünftig rentabel für IT-Dienstleister und bieten vielfältige Wachstumschancen. Der Bericht wurde gemeinsam mit The 2112 Group realisiert und trägt den Titel "Trends in Managed Services 2018". Der zur Ergebnisfindung herangezogene Datenbestand entstammt dem Benchmarking-Tool MSP Pulse von The 2112 Group und gibt detaillierten Aufschluss darüber, wie IT-Dienstleister im Hinblick auf Umsatz, Gewinn, Serviceprofil, Vertriebskompetenz, Kundenbindung und Wachstumspotenzial gegenüber der Konkurrenz abschneiden.

  • Implementierung eines CDW

    Laut einer neuen Umfrage des TDWI (The Data Warehousing Institute) im Auftrag von Talend bieten neue Cloud Data Warehouse-Lösungen (CDW) noch umfassendere Datenfunktionen, eine bessere Leistung und mehr Flexibilität als herkömmliche lokale Datenbanken. Die Umfrage ergab jedoch auch, dass ein CDW zwar oft ein erster wichtiger Schritt bei der digitalen Transformation ist, aber die Unternehmen gewisse Best Practices befolgen sollten, um die Herausforderungen bei der Implementierung zu meistern und die Investitionsrentabilität zu erhöhen. Alle Ergebnisse der Umfrage, mit Aussagen von über 200 Datenarchitekten sowie Führungskräften aus IT und Analytics, stehen hier zum Download bereit.

  • Übergang zum E-Government beschleunigt

    Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden bis 2023 rund 50 Prozent der Rollen, die von CIOs in Behörden geleitet werden, erst noch geschaffen. Die aktuelle Gartner-CIO-Umfrage zeigt, dass sich der Übergang zum E-Government beschleunigt. Auch zeigt sie, dass 53 Prozent der digitalen Initiativen in Behörden von der Entwurfs- in die Frühphase digital gestützter Resultate übergegangen sind. Im Vorjahr waren dies noch 40 Prozent. Darüber hinausgehen 39 Prozent der Regierungen davon aus, dass sie für Cloud Computing-Dienste die meisten neuen und zusätzlichen Mittel ausgeben werden.

  • SSL-Verkehr: 1,7 Milliarden versteckte Bedrohungen

    Cloud-Security-Spezialistin Zscaler veröffentlicht die Ergebnisse ihres halbjährlichen "Cloud Security Insight Threat Report" für das Jahr 2019. Der Bericht enthält eine Analyse der SSL/TLS-basierten Bedrohungen, die in der Zscaler Cloud von Juli bis Dezember 2018 im verschlüsselten Datenverkehr aufgespürt hat. Der Bericht der Sicherheitsforscher des "Zscaler ThreatLabZ" befasst sich mit einer Vielzahl von Angriffen, die über SSL ausgeführt und blockiert wurden, einschließlich Phishing-Angriffen, Botnets, Browser-Exploits und bösartigen Inhalten.

  • Serviceerwartungen der deutschen Bevölkerung

    95 Prozent der Deutschen sind mit dem Serviceangebot institutioneller Anbieter wie Krankenkassen, Versicherungen und Banken unzufrieden. Das geht aus der repräsentativen Studie "Assistance Barometer 2019" hervor. Seit 12 Jahren untersuchen der Versicherer Europ Assistance und die Hochschule RheinMain die Serviceerwartungen der deutschen Bevölkerung. Demnach sind nur fünf Prozent der befragten Haushalte mit dem Serviceangebot ihrer Anbieter rundum zufrieden. Zum Vergleich: In den Jahren 2011/12 lag diese Zufriedenheitsquote noch bei über 35 Prozent.

  • Mit 5G ein "revolutionärer" Wandel?

    Viele Entscheidungsträger stehen der 5G-Technologie mit Zurückhaltung gegenüber - Grund sind neben technischer Skepsis vor allem hohe Vorabinvestitionen, Sicherheitsbedenken und der Mangel an Fachkräften. Das ist das Ergebnis einer globalen Accenture-Studie unter 1.800 Geschäftsführern und IT-Entscheidern mittelständischer und großer Unternehmen, die Accenture zum MWC 2019 vorstellt. Demnach unterschätzen Entscheidungsträger das disruptive Potenzial der 5G-Technologie, das sich aus der Erhöhung der Netzwerkgeschwindigkeit und -kapazität ergeben wird, und lassen Potenziale zur eigenen Geschäftsentwicklungen ungenutzt.

  • Flexibilität einer Multi-Cloud-Umgebung

    Eine neue Studie von Fujitsu unterstreicht die wachsende Nachfrage nach Flexibilität, bewährten Orchestrierungsfähigkeiten und konsolidiertem Management für hybride IT- und Multi-Cloud-Landschaften. Sie kommt dadurch zustande, dass Unternehmen ein sorgfältiges Gleichgewicht zwischen der Agilität von Cloud Computing und dem Risiko von Komplexität und Anbieterbindung wahren. Da die Notwendigkeit steigt, die digitale Transformation schneller voranzutreiben, sind hybride IT-Infrastrukturen zur Norm geworden. Die erfolgreichsten Unternehmen haben sich hierbei für den Ansatz "richtiger Workload für die richtige Cloud-Plattform" entschieden.

  • Internes Wissen weitergeben

    Für 91 Prozent der deutschen IT-Dienstleister ist die Bereitschaft des Auftraggebers, internes Wissen weiterzugeben, ein zentrales Erfolgskriterium bei der Durchführung von Projekten, wie der Hiscox IT-Versicherungsindex 2018 ergab. Marc Thamm, Underwriting Manager Technology, Media & Communications bei Hiscox, kommentiert: "Jedes Netzwerk und jedes System hat seine Eigenheiten, weswegen IT-Dienstleister genaue Einblicke durch den Auftraggeber bekommen müssen, um optimal arbeiten zu können."

  • Statusbericht zur Cloud

    Flexera gibt die Ergebnisse des "RightScale 2019 State of the Cloud Reports from Flexera" bekannt. Die Umfrage unter 786 Anwendern bietet weitreichende Einblicke in die globale Cloud Computing-Nutzung von Unternehmen. Die Zahlen belegen dabei klar: Der rasante Anstieg in der Cloud-Nutzung stellt Unternehmen vor allem bei der Kostenoptimierung und dem IT-Governance vor Herausforderungen. Insgesamt nutzen 94 Prozent der befragten Unternehmen die Cloud, wobei 69 Prozent hybride Ansätze verfolgen und sowohl Private als auch Public Cloud einsetzen. Insbesondere große Unternehmen (84 Prozent) setzen auf eine Multi-Cloud-Strategie, wobei der Anteil von Hybrid Cloud (Kombination von Public und Private Clouds) mit 58 Prozent weiter wächst (2018: 51 Prozent). Durchschnittlich kommen rund fünf Clouds (4,9) pro Unternehmen zum Einsatz, in der auch der Großteil der Workloads durchgeführt wird - sowohl in der Public Cloud (38 Prozent) als auch in der Private Cloud (41 Prozent).

  • Klare Customer-Experience-Strategie

    Von loyaleren Kunden über mehr Umsatz bis hin zur Reduzierung von Kosten - eine gute Customer Experience bietet eine Vielzahl von positiven Effekten. Die Relevanz des Themas hat mittlerweile auch die Mehrheit der europäischen Unternehmen erkannt, wie der aktuelle "2019 Global Customer Experience Benchmarking Report" von Dimension Data zeigt: Laut der Studie, deren Ergebnisse der IT-Dienstleister auf der diesjährigen CCW in Berlin präsentiert, sehen 87 Prozent der Befragten die Customer Experience als zentralen Faktor, um sich vom Wettbewerb abzusetzen. Die CCW ist die Leitveranstaltung für Call Center, Kundenservice und Kundenkommunikation und findet dieses Jahr bereits in der 21. Auflage statt.