- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Studien

Interesse am Outsourcing von Finanzprozessen


Studienergebnisse zeigen Wachstumspotenzial für F&A-Outsourcing: Maßgeschneiderte Lösungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit sind kritische Erfolgsfaktoren
Studie "Der CFO im Spannungsfeld zwischen Wertbeitrag und Kostendruck – Trends und Erfahrungen bei der Auslagerung von Finanzprozessen in Unternehmen der DACH-Region"


(20.06.12) - Laut einer aktuellen Studie der Marktanalyse- und Beratungsgesellschaft Pierre Audoin Consultants (PAC) befinden sich CFOs in Unternehmen der DACH-Region heute im Spannungsfeld zwischen Wertbeitrag und Kostendruck. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung werden bisher weitgehend intern durchgeführt, nur jedes sechste Unternehmen setzt auf das Outsourcing von Finanzprozessen an externe Dienstleister (F&A BPO). Das generelle Interesse der DACH-Unternehmen aller Größenklassen und Branchen an F&A-Outsourcing-Angeboten steigt jedoch. PAC empfiehlt Anbietern, diese Chance zu nutzen und den Markt innerhalb der nächsten Jahre signifikant weiterzuentwickeln. Dafür sollten sie vor allem auf vertrauensbildende Maßnahmen setzen, maßgeschneiderte Lösungen anbieten und durch Referenzprojekte überzeugen.

Für die aktuelle Studie "Der CFO im Spannungsfeld zwischen Wertbeitrag und Kostendruck – Trends und Erfahrungen bei der Auslagerung von Finanzprozessen in Unternehmen der DACH-Region" hat PAC 192 Finanzentscheider in mittelgroßen und großen Unternehmen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) befragt. Auch operative Entscheider, wie z.B. Leiter eines Shared Service Centers (SSC) wurden in die Umfrage einbezogen.

In der Finanzorganisation hat die Bereitstellung von Informationen für die Geschäftsleitung höchste strategische Priorität, dicht gefolgt von der Anforderung, die Kosten für diese Verwaltungsfunktion zu senken. Dr. Katharina Grimme, Principal Consultant und Lead-Analystin der Studie: "Die Herausforderung für den CFO liegt heute darin, diesen Spagat zwischen erforderlichen Kostensenkungen einerseits und effektiver Unterstützung der strategischen Geschäftsaktivitäten andererseits zu bewältigen."

Bei der Identifizierung von Optimierungspotenzial setzen die Unternehmen gerne auf externes Know-how, wie Fachliteratur, Netzwerke und Benchmarks. Wenn es aber darum geht, dieses Potenzial zu heben, verlassen sich die Unternehmen mehrheitlich noch auf interne Ansätze. Katharina Grimme: "Unsere Befragungsergebnisse zeigen, dass die Finanzentscheider Kostensenkungspotenzial vor allem in transaktionsorientierten Bereichen Order-to-Cash, Purchase-to-Pay und Record-to-Report anstreben. In jedem dieser Bereiche realisieren oder planen mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen derzeit Verbesserungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen sind in erster Linie auf die Einführung von Technologien zur Automatisierung und Prozessoptimierung bzw. -standardisierung ausgerichtet."

In vielen anderen – insbesondere den angelsächsischen – Ländern hingegen, verlagern die Unternehmen zunehmend die Prozesse der Finanzfunktion an externe Dienstleister, um die Effizienz der Finanzprozesse zu steigern. In der DACH-Region wird diese Option aber noch stark vernachlässigt: Nur jedes sechste Unternehmen macht nach heutigem Stand Gebrauch von F&A-Outsourcing-Angeboten. Laut Grimme bestätigen die globalen Marktdaten von PAC diese Ergebnisse: "Betrachtet man die weltweiten Ausgaben für IT-Outsourcing, so hat die DACH-Region hieran einen Anteil von etwa 10 Prozent. Beim F&A-Outsourcing hingegen liegt der Anteil bei lediglich 5 bis 6 Prozent."

Trotz dieser Zurückhaltung zweifeln die befragten Unternehmen die Spezialisierung und das Know-how der externen Dienstleister nicht an und trauen ihnen zu, dass sie signifikante Kostenvorteile generieren können. Es besteht also durchaus Wachstumspotenzial.

Ein Grund für die Zurückhaltung scheint vor allem im Mangel an Erfahrung mit externen Dienstleistern für Finanzprozesse zu liegen. "Unternehmen befürchten insbesondere den Verlust von Know-how und Kontrolle, sowie Sicherheitsrisiken und sinkende Servicequalität. Allerdings sind diese Bedenken in Unternehmen, die bereits Finanzprozesse ausgelagert haben, deutlich geringer und die Erfahrungen mit den erbrachten Leistungen generell gut", erläutert Grimme und rät F&A-BPO-Dienstleistern, ihre praktische Kompetenz deutlicher unter Beweis zu stellen und die Anwender beispielsweise durch Erfahrungsberichte und detaillierte Referenzprojekte zu überzeugen. Anwender wiederum sollten sich vor Augen führen, dass in einem Auslagerungsprojekt die Verantwortung für Kontrolle und Steuerung des Dienstleisters zu jedem Zeitpunkt in ihrer Hand liegt. Das erforderliche gegenseitige Vertrauen lässt sich am besten erreichen, wenn der Outsourcing-Anbieter weniger als Lieferant, sondern als Partner verstanden wird und sich beide Seiten um Kooperation, Kommunikation und Transparenz bemühen.

Hier kommt auch ein weiteres Resultat der Studie zum Tragen: die hohe Relevanz zwischenmenschlicher Faktoren. Unabhängig von der Unternehmensgröße sind sich die Finanzentscheider einig, dass die Qualität des Projektteams im Hinblick auf Expertise, Vertrauensbasis und effektive Kommunikation die wichtigste Anforderung an einen F&A-BPO-Dienstleister ist. Auch die Sensibilität im Umgang mit den internen Mitarbeitern spielt eine zentrale Rolle.

Katharina Grimme resümiert: "F&A-Auslagerungsvorhaben in der DACH-Region sind oft noch stark ,emotional’ geprägt und werden sensibel gehandhabt. Hierauf müssen sich Anbieter von F&A-BPO-Dienstleistungen noch stärker einstellen. Erfolgsentscheidend ist vor allem eine auf den Kunden individuell zugeschnittene Leistungserbringung, auch wenn so nicht immer die maximalen Effizienzen erreicht werden. Weitere Erfolgsfaktoren sind, auf die lokalen Märkte abgestimmte Change-Management-Fähigkeiten, sensibel aufgesetzte Transformationsansätze und generell die Bereitschaft, mit 'kleineren' Outsourcing-Engagements zu beginnen, und diese dann graduell zu erweitern."

Abschließend lässt sich feststellen, dass das generelle Interesse der DACH-Unternehmen aller Größenklassen und Branchen an der möglichen Nutzung von F&A-Outsourcing-Angeboten wächst. Aus Sicht von PAC liegt hier eine Chance, diesen Markt innerhalb der nächsten Jahre signifikant weiterzuentwickeln.

Über die Studie
Die Studie "Der CFO im Spannungsfeld zwischen Wertbeitrag und Kostendruck – Trends und Erfahrungen bei der Auslagerung von Finanzprozessen in Unternehmen der DACH-Region" liefert aktuelle Daten zu den Erfahrungen mit F&A-BPO-Diensten in den DACH-Märkten. Sie beleuchtet Status quo, aktuelle und künftige Prioritäten in der Finanzorganisation sowie das Vorgehen bei der Identifikation und Durchführung von Optimierungsmaßnahmen. Weiterhin analysiert die Studie die aktuelle und geplante Nutzung externer Dienstleister sowie die Kriterien der Entscheidungsfindung bei Auslagerungsvorhaben.

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter 192 Finanzmanagern in mittelgroßen und großen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die PAC im April und Mai 2012 durchgeführt hat. Die Erstellung und Verbreitung dieser Studie wurde finanziell unterstützt von: HP Deutschland, Itella Information, Arvato Infoscore, Capgemini Deutschland und EXL Service. (PAC: ra)

PAC: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Studien

  • Nachholbedarf bei der IoT-Implementierung

    Microsoft hat den Forschungsbericht IoT Signals vorgestellt, der einen globalen Überblick über die Verbreitung des Internet of Things (IoT) in Unternehmen gibt. Für den Bericht hat Microsoft weltweit mehr als 3.000 Entscheidungsträger in Unternehmen befragt. Der Bericht belegt die schnell wachsende Akzeptanz von IoT-Lösungen: Allein in Deutschland führen bereits 88 Prozent der Unternehmen IoT-Projekte durch. Zudem gehen die Befragten davon aus, dass schon in zwei Jahren 30 Prozent des Umsatzes ihres Unternehmens auf IoT-Projekte entfallen werden. Gleichzeitig sehen die Verantwortlichen erheblichen Nachholbedarf bei ihrer IoT-Implementierung sowie Herausforderungen bei der Komplexität und Sicherheit von IoT-Lösungen.

  • Cybersicherheitsrisiken in IT-Umgebungen

    Forescout Technologies veröffentlichte die Ergebnisse einer Untersuchung, bei der Daten aus 75 Gesundheitseinrichtungen mit über 10.000 virtuellen lokalen Netzwerken (VLANs) und 1,5 Millionen Geräten ausgewertet wurden, die in die Forescout Device Cloud eingebunden sind. Ein besonderer Fokus lag dabei auf 1.500 medizinischen VLANs mit über 430.000 Geräten. Die Forescout Device Cloud startete im Juli 2017 und ist mittlerweile eines der weltweit größten Geräte-Repositories auf Crowdsourcing-Basis. Sie umfasst mittlerweile mehr als acht Millionen Geräte von über 1.000 Kunden, die anonymisierte Geräteinformationen zur Verfügung stellen.

  • Predictive Maintenance ist nicht wirklich neu

    Den immer weiter steigenden Datenmengen zum Trotz: Der Mangel an Nutzen bringenden Daten ist für deutsche Unternehmen ein zentrales Hindernis bei der Nutzung von IoT-Szenarien. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung, die Wakefield International im Auftrag von Avanade neben Deutschland unter anderem in einigen weiteren europäischen Ländern sowie den USA, Japan und Australien durchgeführt hat. Ebenfalls problematisch hierzulande: der Fachkräftemangel. Das aus deutscher Sicht positive Ergebnis der Befragung: Die Unternehmen glauben mit 72 Prozent deutlich mehrheitlich, dass sie die Fähigkeit haben, das Internet der Dinge positiv für ihren Geschäftserfolg nutzen zu können; 17 Prozent sind dabei ohne jegliche Zweifel, 55 Prozent sind sehr zuversichtlich - ein nicht immer selbstverständlicher Duktus im Land, das mit "German Angst" einen eigenen Terminus für die Zurückhaltung Neuem gegenüber erhalten hat. Andererseits bedeutet das, dass insgesamt dennoch 83 Prozent der Firmen noch Herausforderungen beim Einsatz von IoT sehen. Dieser lokale Wert liegt über dem Durchschnitt: International sehen 79 Prozent ihr Unternehmen noch nicht vollständig "IoT-ready". Bemerkenswerte Ausreißer bilden Dänemark und Kanada mit nur jeweils ca. 60 Prozent Zweiflern. Spitzenreiter ist Schweden mit 88 Prozent.

  • Skalierbarkeit im Public Cloud IaaS-Business

    Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner ist der weltweite Markt für Infrastructure-as-a-Service (IaaS) im Jahr 2018 um 31,3 Prozent gewachsen, von 24,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 auf nun 32,4 Milliarden US-Dollar. Marktführer war erneut Amazon, gefolgt von Microsoft, Alibaba, Google und IBM. "Trotz des durchweg starken Wachstums favorisiert die Konsolidierung im Cloud-Markt große und dominante Provider, während kleinere und Nischen-Anbieter Marktanteile verlieren", sagt Sid Nag, Research Vice President bei Gartner.

  • Markt für E-Mail-Sicherheit boomt

    E-Mail ist zum bevorzugten Medium für die Verbreitung von Malware und Malware-freien Angriffen geworden, und Hacker haben begonnen, Social-Engineering-Techniken für das Vorgeben, jemand anders zu sein, und andere Formen von Täuschung und Betrug einzusetzen. Die ständig wachsende Verbreitung von Endgeräten, eine Mischung aus verschiedenen Modellen in Bezug auf Geräteeigentum, eine allzeit vernetzte Arbeitswelt und vor allem die Nutzung von Cloud-basierten Mailbox-Diensten führen zu immer komplexer werdenden Anforderungen bezüglich E-Mail-Sicherheit. Aufgrund der zunehmenden Häufigkeit und Ausgereiftheit von Bedrohungen wuchs der E-Mail-Sicherheits-Markt bis 2017 jährlich um 11,5 Prozent und erreichte 2,24 Milliarden US-Dollar. Die Dynamik setzte sich auch 2018 fort mit einem Umsatzanstieg von 15,9 Prozent und einem Marktvolumen von 2,59 Milliarden US-Dollar. Bis 2022 wird ein Marktvolumen von 3,58 Milliarden US-Dollar erwartet, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 9,9 Prozent entspricht.

  • Vertrauen in Datenqualität bleibt gering

    Weniger als ein Drittel (31 Prozent) der Datenexperten - darunter Data Analysts, Data Scientists und Data Quality Managers - sind uneingeschränkt davon überzeugt, dass sie unternehmensweit vertrauenswürdige Daten schnell bereitstellen können. Das ergab eine globale Erhebung von Talend. In der von Opinion Matters im Auftrag von Talend durchgeführten Umfrage wurden weltweit 763 Datenexperten, darunter Führungskräfte und operative Data Workers, dazu befragt, inwieweit sie es ihren Unternehmen zutrauen, zwei wichtige Herausforderungen zu bewältigen: einerseits das schnelle Erfassen, Verarbeiten und Demokratisieren von Daten, andererseits das Sicherstellen von Zuverlässigkeit und Integrität der Informationen in den Datenströmen, die innerhalb des Unternehmens gemeinsam genutzt werden.

  • SAP in der Public Cloud gewinnt an Bedeutung

    Die Public Cloud gewinnt auch für unternehmenskritische SAP-Anwendungen an Bedeutung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Analystenhaus teknowlogy Group in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Syntax durchgeführt hat. Weltweit sondieren Unternehmen die Möglichkeiten, die mit wachsendem Reifegrad der Hyperscaler-Plattformen wie AWS und Azure entstehen. Die Studie "SAP-Betrieb in der Public Cloud - Vorteile, Hemmnisse und Empfehlungen" analysiert die aktuelle Situation, sie definiert Herausforderungen und gibt Empfehlungen, wie sich Unternehmen dem Thema am besten nähern. Sie kann kostenlos auf der Syntax Website heruntergeladen werden.

  • Managed Hosting-Angebote auf Augenhöhe

    Die Nachfrage nach Flächen in Colocation-Rechenzentren zieht weiter an. Dies stellt der neuste "ISG Provider Lens - Private/Hybrid Cloud - Data Center Solutions & Services Germany 2019" fest, eine Studie der ISG Information Services Group (ISG), ein führendes, globales Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Technologie-Segment. Die ISG-Studie unterstreicht, dass der Colocation-Boom längst über die Region rund um den Internet-Austauschknoten DE-CIX in Frankfurt hinausgeht und mittlerweile alle größeren Wirtschaftsräume in Deutschland erfasst hat. Neben dem Colocation-Markt beleuchtet der neue ISG Provider Lens drei weitere Marktsegmente: Managed Services, Managed Hosting sowie Managed Container-as-a-Service.

  • Bedrohungen jenseits der Schatten-IT

    CASB-Anbieterin Bitglass hat ihren "Cloud-Security Report 2019" veröffentlicht. Um herauszufinden, wie gut es Unternehmen gelingt, Daten in der Cloud zu schützen sowie wichtige Trends und Schwachstellen ausfindig zu machen, hat Bitglass in Zusammenarbeit mit einer der führenden Communitys für Cyber-Security in Unternehmen IT-Experten zu diesem Thema befragt. Wie der diesjährige Report zeigt, verschieben Unternehmen ihre Daten und Prozesse zunehmend in die Cloud. 67 Prozent der Unternehmen halten Cloud-Apps für mindestens ebenso sicher wie lokale Anwendungen. Dabei nutzen 75 Prozent der Unternehmen mehrere Cloud-Lösungen, jedoch verfügen nur 20 Prozent über einen App-übergreifenden Überblick, um Auffälligkeiten zu identifizieren. Immer mehr Unternehmen speichern außerdem sensible Informationen wie Kundendaten (45 Prozent), Mitarbeiterdaten (42 Prozent) und geistiges Eigentum (24 Prozent) in der Cloud. Die Einführung angemessener Cloud-Sicherheitsmaßnahmen ist daher dringend erforderlich.

  • Schwachstellen in Cloud-Infrastrukturen

    Daten liegen nicht nur in der Cloud - mit Daten wird gearbeitet. Genau das ist der Punkt, der IT-Verantwortliche weltweit immer noch vor Herausforderungen stellt: Nur ein Drittel (33 Prozent) kann beispielsweise für ausreichend Sicherheit sorgen, wenn Mitarbeiter Links zu Dateien in der Cloud generieren und weitergeben. Nur 40 Prozent haben die volle Kontrolle, wenn Mitarbeiter von ihren privaten Geräten auf Cloud-Daten zugreifen. Das sind Ergebnisse der Business Growth Edition des aktuellen "Cloud Adoption & Risk Reports", den die Sicherheitsspezialisten von McAfee erst kürzlich veröffentlichten und für den 1.000 IT-Verantwortliche in elf Ländern befragt wurden.