- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Tipps und Hinweise

Datenschutzverletzungen durch US-Behörden


Safe Harbor: EuGH-Urteil könnte schwerwiegende Konsequenzen für in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben
Der Geschäftsführer von Iron Mountain Deutschland sieht das EuGH-Urteil zwiegespalten

(04.11.15) - Wie mehrere Quellen berichten, hat der Europäische Gerichtshof das Safe-Harbor-Abkommen zwischen den USA und der EU für ungültig erklärt. Der österreichische Jurastudent Max Schrems hatte zuvor geklagt. Als Begründung für ihr Urteil gaben die Richter in Luxemburg an, dass die persönlichen Daten europäischer Internetnutzer in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff US-amerikanischer Behörden geschützt seien. Der Datenschutzexperte Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH, sieht das Urteil vor allem für kleinere Unternehmen als problematisch.

Lesen Sie zum Thema "Compliant mit Safe Harbor" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

"Größere Unternehmen besitzen die nötigen Ressourcen, um schnell auf die mit dem Urteil verbundenen Problematiken zu reagieren. Kleine und mittelständische Unternehmen haben Teile ihres digitalen Dokumentenmanagements jedoch aus Kostengründen an US-Unternehmen ausgelagert. Viele Daten – zum Beispiel aus der Buchhaltung – lagern dort in den USA gelegenen Rechenzentren. Soll zum Beispiel eine Lieferung in Auftrag gegeben werden, müssen zwangsläufig personenbezogene Daten fließen. Die Entscheidung der EuGH-Richter schränkt die vorher bestandene Handlungsfreiheit enorm ein", erklärt Datenschutz-Experte Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH.

"Angesichts der Datenschutzverletzungen durch US-Behörden ist die Entscheidung nachvollziehbar und in Anbetracht der bald in Kraft tretenden EU-Datenschutzverordnung konsequent. Die Kehrseite dieser Medaille sollte allerdings nicht negiert werden. Die durch das Urteil geschaffene Ist-Situation ist allenfalls eine Übergangslösung. Das Ganze kann nur funktionieren, wenn es auf europäischer und US-Seite gemeinsame Mindeststandards gibt. Denn was nützt es, wenn die EU-Datenschutzverordnung kommt, sich im Idealfall jeder EU-Staat daran hält, aber der Rest der Welt sein eigenes Süppchen in Sachen Datenschutz kocht? Die geplante Datenschutzverordnung wäre ein guter Anlass für die EU in einen internationalen Datenschutzdialog zu treten und eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Was Unternehmen in Deutschland nämlich derzeit brauchen ist Planungssicherheit. Diese kann zum Teil nur durch Rechtssicherheit erreicht werden", so Börgmann weiter.

Über das Safe Harbor-Abkommen
Das Safe Harbor-Abkommen ist eine Entscheidung der Europäischen Kommission, die es Unternehmen ermöglicht, personenbezogene Daten in Übereinstimmung mit der europäischen Datenschutzrichtlinie 95/46/EG aus einem EU-Staat an die USA zu übermitteln. Seit dem Bestehen des Abkommens im Jahr 2000 sind etwa 5.500 amerikanische Unternehmen dem Abkommen beigetreten. Von Politikern und Datenschutzrechtlern wurde das Abkommen spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden kritisch betrachtet. Bereits im März 2014 stimmte das EU-Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine Aussetzung des Abkommens, was als Reaktion der Abgeordneten auf den NSA-Skandal gedeutet werden kann. (Iron Mountain Deutschland: ra)

Iron Mountain Deutschland: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Tipps und Hinweise

  • Steigende Beliebtheit von Cloud-Lösungen

    Cloud Computing-Services werden bei deutschen Unternehmen immer beliebter: Im Jahr 2018 setzten laut Statista bereits 73 Prozent Cloud-Dienste ein. Laut Bitkom Research speichert die Hälfte deutscher Unternehmen auch personenbezogene Daten in der Cloud, rund ein Drittel der befragten Unternehmen sogar geschäftskritische Inhalte in der Public Cloud. Sicherheitsanbieter McAfee veröffentlichte jüngst noch genauere Zahlen, nach denen Office 365 31 Prozent, Salesforce rund 16 Prozent, Slack und Google Docs je 2 Prozent dieser Unternehmensdaten beherbergt. "Das ist problematisch, wenn man bedenkt, dass 47 Prozent der Unternehmen in 2018 Attacken auf Cloud-Services registrierten und im selben Jahr fast jeder zweite Anbieter von Cloud-Services zum Ziel einer DDoS-Attacke wurde", warnt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group. Nicht ohne Grund, denn der Nachholbedarf in Sachen Datensicherheit in der Cloud ist tatsächlich groß. Insbesondere in der Microsoft-eigenen Cloud-Lösung OneDrive stiegen die Missbrauchsvorfälle enorm: Allein im ersten Quartal 2019 wurden bereits 60 Vorkommnisse gezählt. Auch Dropbox wird vermehrt für Schadsoftware missbraucht: Zwischen dem letzten Quartal 2018 und dem ersten Quartal 2019 wurden mehr als 80 Vorfälle registriert.

  • Cloud-Angebotslücke schließen

    Noch hält sich in der Geschäftswelt hartnäckig der Irrglaube, dass Public Cloud Provider ausreichend Daten sichern. Ein gefährlicher Trugschluss, denn Gesetzesverstöße, IT-Ausfälle und die Unfähigkeit, darauf zu reagieren, können sehr schnell sehr teuer werden. Jedoch stehen Drittanbieter-Lösungen, die für die nötige Sicherheit und hohe Datenverfügbarkeit sorgen, längst bereit. In der Regel betreiben Unternehmen heute hybride, sich wandelnde Umgebungen. Jeder neue Cloud Provider, der hinzukommt, fordert die IT-Abteilung stark. Unter anderem ist es ihre Aufgabe, die nötigen Datensicherungen zu etablieren, die im Notfall zum Wiederherstellen dienen. "Zum Glück kümmern sich die Cloud Provider um Backup & Recovery", da die meisten Cloud Services als hochverfügbar ausgelegt sind, denken sich Verantwortliche dann oft und atmen auf. Leider ist das ein großer Irrtum, der fatale Folgen haben kann.

  • Sicherheit durch dedizierte Cloud-Ressourcen

    Unternehmen gehen immer öfter in die Public Cloud, sorgen sich gleichzeitig aber auch immer stärker um die Sicherheit ihrer Unternehmensdaten. Consol gibt vier Empfehlungen, die die Sicherheit in der Public Cloud gewährleisten. Diese und weitere Tipps stehen auch im Leitfaden "Cloud Security" von Consol kostenlos zum Download bereit. Was viele Unternehmen, die Angebote aus der Public Cloud nutzen, nicht wissen: Zwar ist der Cloud-Provider für die Sicherheit verantwortlich - aber lediglich für die Service-Schichten, die er seinen Kunden anbietet. Bei Infrastructure-as-a-Service (IaaS) zum Beispiel sind dies Netzwerk, Speicher, Server und Virtualisierung. Für die restlichen IaaS-Schichten Betriebssysteme, Middleware, Runtime, Daten und Applikationen trägt der Kunde die Verantwortung und muss sich selbst um die Sicherheit kümmern. Mit den folgenden vier Empfehlungen von Consol stehen Unternehmen auch in der Public Cloud auf der sicheren Seite.

  • ERP-Umstieg in die Cloud

    New Work, ein neues Arbeiten, ist die logische Konsequenz aus der fortschreitenden Digitalisierung. Flexibleres Arbeiten und Homeoffice-Modelle nehmen immer mehr zu. Das ERP-System als Schaltzentrale darf da nicht hinterherhinken - und so denken immer mehr Unternehmen über ein ERP aus der Cloud nach. Damit der Umstieg gelingt, empfiehlt proAlpha einen Acht-Punkte-Plan. Der Arbeitsplatz der Zukunft hat immer seltener einen festen Schreibtisch. Denn webbasierte Software aus dem Internet ermöglicht ein orts- und zeitunabhängiges Arbeiten. Für eine erfolgreiche Einführung von ERP-Systemen aus der Cloud empfiehlt der Software-Hersteller proAlpha acht Punkte zu beachten:

  • Strafzahlungen wegen Datenschutzverletzungen

    Graumarktanbieter sind kein neues Phänomen. Durch das gestiegene Interesse für Software-as-a-Service (SaaS) entstehen mehr und mehr Anbieter, die ihr Produkt auf illegalem Betriebsweg verkaufen. Nicht immer sind sich die Kunden beim Kauf über die Nachteile bewusst. Besonders, wenn es um Software geht, bietet die direkte Zusammenarbeit mit dem Hersteller mehr Sicherheit. Die OTRS AG hat vier Vorteile zusammengestellt, von denen Kunden bei einer direkten Zusammenarbeit mit dem Hersteller profitieren.

  • Sieben Tipps für mehr Security in der Public Cloud

    Sorgen um die Datensicherheit in der Public Cloud halten sich hartnäckig. Eine Sophos Studie beweist dann auch, dass eine reale Bedrohungslage existiert. Aber: Mehr Sicherheit in der Public Cloud geht. Sophos gibt sieben wertvolle Tipps. Die Cloud ist für Unternehmen eine feine Sache. Für passende Zwecke optimal eingesetzt gewährt sie unzählige Vorteile wie hohe Flexibilität oder eine Optimierung von Ressourcen und Budgets. Viele Unternehmen nutzen bereits heute eine Mischstruktur aus On-Premise-Installationen, Private Cloud und eben auch Public Cloud. Anbieter von Cloud Computing-Diensten betreiben dabei einen immensen Aufwand, um ihre Infrastruktur und Kundendaten zu schützen - mehr als die meisten Unternehmen für die hauseigene Infrastruktur. Grundsätzlich führt die Nutzung Cloudbasierter IT-Sicherheitslösungen daher oft sogar zu einem Sicherheitsgewinn. Dies gilt allerdings vor allem für Public-Cloud-Dienste im Bereich Software-as-a-Service (SaaS) und Business-Process-as-a-Service.

  • UCaaS-Lösungen bieten alle SaaS-Vorteile

    In vielen großen Unternehmen in Deutschland sollen derzeit die herkömmlichen On-Premise-Kommunikationslösungen ersetzt werden. Gesetzt ist meist - aufgrund der vielen Vorteile - der Schritt hin zu Unified Communications, bezogen als Software-as-a-Service (SaaS). Doch es gibt große Unterschiede zwischen verschiedenen UC-Lösungen, auch wenn sie oberflächlich betrachtet alle als SaaS-Angebote daherkommen. Dabei geht es nicht nur um den Preis, das Look and Feel oder einzelne Features. Die Unterschiede betreffen vielmehr alle Aspekte der Cloud-Strategie eines Großunternehmens. Der Unified-Communication-as-a-Service (UCaaS)-Anbieter Fuze kennt sich gut mit dieser Thematik aus und erläutert im folgenden Text die Unterschiede, damit Unternehmen eine fundierte Entscheidung über ihren künftigen UC-Partner treffen können.

  • Themen bei Microsoft-Kunden

    Laut IT-Dienstleisters Syntax stehen für Unternehmen, die Microsoft-Lösungen einsetzen, aktuell vor allem zwei große Aspekte im Mittelpunkt. Zum einen wird die Umsetzung von Modern-Workplace-Konzepten vorangetrieben, die dem Nutzer eine zentrale Schnittstelle für Kommunikation und Kollaboration mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche bereitstellen und so interne und externe Prozesse effizienter gestalten. Der zweite große Trend ist die Migration oder Neuimplementierung kritischer Anwendungen und Prozesse auf Microsoft Azure als zentraler Public-Cloud-Plattform und die Nutzung von Plattformdiensten, die unter anderem auf künstlicher Intelligenz basieren und so neue Umsatzmodelle ermöglichen. Bei der Umsetzung dieser Ziele setzt Syntax auf ausgezeichnete Expertise, gerade wurde Constantin Klein, Team Lead Microsoft Consulting bei Syntax, zum zehnten Mal in Folge von Microsoft als "Most Valuable Professional" (MVP) ausgezeichnet.

  • Wechsel in die Cloud nicht von heute auf morgen

    IT-Verantwortliche müssen sich heutzutage mit den verschiedensten Herausforderungen auseinandersetzen, die eine Migration in die Cloud mit sich bringen. Obwohl sich die Cloud-Nutzung in den letzten Jahren stark verbreitet hat, haben einige Unternehmen trotzdem das Gefühl, noch nicht das volle Potenzial der Cloud ausgeschöpft zu haben. Die Gründe hierfür lassen sich allerdings leicht identifizieren und die Cloud Computing-Nutzung kann mithilfe ein paar grundlegender Maßnahmen entsprechend optimiert werden.

  • Nicht alle Cloud-Services sind gleich aufgebaut

    Governance und Agilität? Wie geht das denn zusammen? Schließlich bedeutet Agilität die Fähigkeit, schnell und flexibel zu handeln. Governance hingegen zielt darauf ab, Prozesse zu prüfen und zu kontrollieren - was die Dinge meist verlangsamt. Das muss aber nicht sein: Rackspace beispielsweise arbeitet mit Governance-Modellen, die explizit für den agilen Betrieb der (Public-)Cloud entwickelt wurden - und so beiden Ansprüchen gerecht werden können. Die Public Cloud erweist sich als extrem leistungsfähig. Aber: Mit der Kraft der Cloud gehen auch Herausforderungen einher. Bei AWS beispielsweise stehen derzeit 160 Dienste zur Verfügung und es werden jedes Jahr Hunderte (wenn nicht Tausende) neuer Funktionen veröffentlicht. Wie können Unternehmen hier sicherstellen, dass alle Compliance- und regulatorischen Verpflichtungen (z.B. DSGVO) auch eingehalten werden?