- Anzeige -


Sie sind hier: Startseite » Markt » Tipps und Hinweise

Technische Umsetzung von IoT-Projekten


Vier Dinge, die Sie bei IoT-Projekten unbedingt beachten sollten
Den wirtschaftlichen Nutzen eines IoT-Projekts kann man nicht am Schreibtisch oder in einer Laborumgebung ermitteln: Für den Proof of Value müssen Unternehmen ihr IoT-Szenario in die Praxis umsetzen

- Anzeigen -





Von Oliver Edinger, Vice President Sales der Software AG

Viele Unternehmen zögern noch bei der Umsetzung von Internet of Things (IoT)-Projekten. Sie verrennen sich in technischen Überlegungen, statt sich auf das zu fokussieren, worauf es eigentlich ankommt: Mit angemessenem Aufwand schnell einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Mehr Mut ist gefragt. Die folgenden vier Tipps helfen dabei.

1. Proof of Value: Nach dem betriebswirtschaftlichen Nutzwert fragen
Unternehmen beginnen ein IoT-Projekt häufig mit einem Proof of Concept, um die technische Machbarkeit zu prüfen. Was Sie dabei verkennen: Die Basistechnologie ist heute so weit fortgeschritten, dass sie kein limitierender Faktor mehr ist. Man braucht sich darüber gar nicht so sehr den Kopf zu zerbrechen. Viel wichtiger ist die Frage, welchen betriebswirtschaftlichen Nutzen ein IoT-Projekt bringt. Deshalb sollte in einem kontrollierbaren produktiven Umfeld ein Proof of Value erfolgen. Dabei steht auf den ersten Blick meist die Steigerung der Prozesseffizienz im Vordergrund.

Ebenso wichtig sind aber die Fragen: Was kann ich tun, um den Kundennutzen zu erhöhen? Wie kann ich datengetriebene Dienstleistungen als zusätzliches Geschäftsmodell aufbauen? Schon im Proof of Value sollte man überlegen, auf welche Bereiche sich ein IoT-Projekt noch auswirken kann. Dabei ist es wichtig, die gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten. Wenn ein Kompressoren-Hersteller zum Beispiel künftig keine Maschinen mehr verkauft, sondern Druckluft als Dienstleistung anbietet, muss er auch seine Rechnungsstellung ändern – neue Geschäftsmodelle können somit auch angestammte administrative Prozesse stark verändern.

2. Es ist ja „nur“ Software: Schnell mit Minimalansatz starten
Den wirtschaftlichen Nutzen eines IoT-Projekts kann man nicht am Schreibtisch oder in einer Laborumgebung ermitteln. Für den Proof of Value müssen Unternehmen ihr IoT-Szenario in die Praxis umsetzen. Dafür reicht zunächst ein minimaler Funktionsumfang, der sogenannte "Minimum Viable Product"-Ansatz (MVP). Wer gleich alle denkbaren Funktionen zum Start ausliefern will, blockiert sich nur selbst und verliert wertvolle Zeit. IoT-Anwendungen sind zum großen Teil Software-basiert. Das bedeutet: Man kann sie auch im laufenden Betrieb noch ändern, erweitern und an die aktuellen Bedürfnisse anpassen. Ein MVP muss im ersten Schritt nur das können, was zwingend nötig ist, um Nutzwert zu schaffen.

Dadurch können Unternehmen ihr IoT-Projekt schneller in die Praxis überführen und erste Erfahrungen sammeln. Sie erhalten zügig Rückmeldung von ihren Anwendern und können auf Basis dieses Feedbacks Anpassungen und Änderungen vornehmen. So ist die Chance viel größer, möglichst schnell eine IoT-basierte Lösung zu entwickeln, die gut bei den Kunden ankommt. Außerdem hat der Minimalansatz noch einen weiteren Vorteil: Sollte die IoT getriebene Innovation nicht den gewünschten Mehrwert liefern, sind nicht gleich große Summen verloren, sondern die Kosten bleiben überschaubar.

3. Teamplayer gefragt: Ein Ökosystem nutzen
IoT-Projekte sind kein Ein-Personen-Spiel. Sie erfordern Zusammenarbeit in vielen verschiedenen Sektoren. So benötigen Unternehmen nicht nur eine IoT-Plattform, sondern auch die geeignete Sensorik, um Daten abzugreifen. Sie müssen mit Retrofitting alte Maschinen IoT-fähig machen und benötigen eine geeignete Analytics-Lösung. Außerdem brauchen sie jemanden, der die Infrastruktur für die Datenübertragung bereitstellt. All dies kann ein einzelner Hersteller oder Dienstleister alleine nicht leisten. Vielmehr ist ein Netzwerk an kompetenten Partnern gefragt. Ein guter IoT-Plattform-Anbieter bringt ein solches Ökosystem gleich mit und kann geeignete Partner empfehlen. Das hat den Vorteil, dass die Projektteilnehmer schon häufig zusammengearbeitet haben und gut aufeinander eingespielt sind. Außerdem sparen sich Unternehmen viel Zeit und Kosten beim Auswahlprozess.

4. Make or buy: Horizontale Technik kaufen, vertikale Anwendungen selbst entwickeln
Bei der technischen Umsetzung ihrer IoT-Projekte stehen Unternehmen vor der Frage: Was soll ich kaufen und was besser selber entwickeln? Grundsätzlich empfiehlt es sich, die horizontale Technologieinfrastruktur, also die IoT-Plattform für das Device Management oder das Edge Computing, einzukaufen. Hier gibt es bereits hocheffektive Lösungen am Markt, sodass man das Rad nicht selbst neu erfinden muss. Die vertikale Anwendung sollte man auf dieser Infrastruktur dann selbst aufbauen, da sie geistiges Eigentum (Intellectual Property) des einzelnen Unternehmens ist, mit dem es sich von der Konkurrenz differenziert und sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile verschaffen kann.

Mehr Mut zum Risiko
Eins ist klar: Wie jedes neue Produkt, das man auf den Markt bringt, kann auch eine IoT-basierte Innovation scheitern. Unternehmen dürfen jedoch nicht den Fehler machen, gleich wieder ganz auszusteigen. Die Erfahrungen sind wertvoll für die Zukunft. Empfehlenswert ist es, ein Portfolio aus IoT Use Cases in unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Service, Logistik, Neue Produkte, Fertigung -- aufzubauen und in verschiedene Richtungen zu experimentieren. Nur wer sich traut, Fehler zu machen, kann Innovationen hervorbringen. Entscheidend ist, dass man die Fehler schnell macht und sie auch schnell wieder korrigiert. Unternehmen müssen im Hinblick auf IoT-Projekte mutiger werden, wenn sie das Potenziel von IoT zu ihrem Wettbewerbsvorteil nutzen wollen.

Über den Autor
Als Leiter des Internet of Things Competence Centers für Deutschland, Österreich und die Schweiz schreibt und referiert Oliver Edinger, Vice President Sales der Software AG, regelmäßig über Einsatzmöglichkeiten, Geschäftsnutzen, Trends und Herausforderungen des Internet der Dinge. Mit seiner über zwei jahrzehntelangen Erfahrung in der Software- und Systemintegrationsbranche ist er ausgewiesener Experte und anerkannter Gesprächspartner in zentralen Themenfeldern der digitalen Transformation.
(Software AG: ra)

eingetragen: 14.09.18
Newsletterlauf: 19.09.18

Software AG: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -





Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>



Meldungen: Tipps und Hinweise

  • Sechs Gründe für Datenvirtualisierung

    Im Zeitalter von Big Data und Cloud Computing, mit explodierendem Datenvolumen und zunehmender Datenvielfalt, können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, zahlreiche Kopien und Reproduktionen der Daten zu speichern, die sie für ihr Geschäft benötigen. Deshalb werden bis 2020 mehr als ein Drittel (50 Prozent) der Unternehmen laut Gartner eine Form der Datenvirtualisierung als effiziente und kostensparende Option für die Datenintegration implementieren. Wie profitieren Unternehmen genau davon? Denodo zeigt die sechs wichtigsten Gründe auf, die für den Einsatz von Datenvirtualisierung sprechen.

  • Herausforderung: Budget-Flexibilität

    Der Multi-Cloud-Ansatz setzt sich zunehmend durch. Der Weg in die Multi-Cloud muss jedoch begleitet werden von einem Umdenken bei der Planung von IT-Budgets. Andernfalls können die Vorteile der Multi-Cloud nicht optimal ausgeschöpft werden. Bis 2019 wird der Anteil der Unternehmen, die einen Multi-Cloud-Ansatz verfolgen, auf 70 Prozent steigen - prognostiziert die Gartner Studie "Market Trends: Multi-Cloud Usage Will Drive Cloud Management Platform Growth". Hauptgrund für diese Entwicklung ist die höhere Flexibilität, die die Multi-Cloud bietet. Sie eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, sich für die jeweils optimale Lösung zu entscheiden.

  • Migration in die Cloud beschleunigen

    Das zunehmende Tempo der Digitalisierung führt zu einem enormen Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich Cloud und Cyber-Sicherheit. Für Unternehmen, die Anwendungen, Daten, Geschäftsabläufe sowie eine Vielzahl von virtuellen Infrastrukturen in die Cloud verlagern müssen, bedeutet das nichts Gutes. Wie können Unternehmen, die bereits bei wichtigen Cyber-Projekten hinterherhinken, die Migration in die Cloud beschleunigen? Venu Lambu, Global Head of Markets for Infrastructure Services bei Cognizant, sieht folgende Lösungsansätze als Möglichkeit, um dieser Engpass zu bewältigen: Zum einen muss die Anzahl interner Sicherheitsexperten stark erhöht werden, zum anderen müssen Berater, Systemintegratoren und Dienstleister in den täglichen Cyber-Betrieb eingebunden werden. Ein Perspektivwechsel sowie die Geschäftsstrategie durch die Cloud-Linse zu betrachten, wobei das Cloud Computing-Modell die betrieblichen Sicherheitsanforderungen zu berücksichtigen hat, sind entscheidende Punkte.

  • Sicherheit innerhalb der Cloud

    Immer öfter gehen Unternehmen den Schritt in die Cloud. Wer aber ist eigentlich für die Sicherheit in der Public Cloud verantwortlich? Keine leichte Frage. Vor allem, weil Sicherheitsverletzungen weitreichende Folgen nach sich ziehen können. Aus Sicht von Rackspace sind dies die fünf häufigsten Bedenken von Unternehmen, wenn es um die Public-Cloud-Sicherheit geht: Schützen Amazon, Microsoft und Google meine Cloud nicht? Die Cloud-Sicherheit besteht auf der einen Seite aus der Sicherheit der jeweiligen Cloud und auf der anderen Seite aus der Sicherheit in der Cloud. Alle großen Cloud-Anbieter erfüllen strenge Sicherheitsstandards und stellen sicher, dass Verstöße - etwa unberechtigte Zugriffe auf die genutzte AWS-, Azure- oder Google-Cloud-Plattform - sehr unwahrscheinlich sind.

  • Fünf Maßnahmen gegen die mobile Schatten-IT

    Mobile Schatten-IT ist zu einer Herausforderung für die Unternehmens-IT geworden: Mitarbeiter nutzen nicht genehmigte Geräte und Apps und kümmern sich dabei wenig um rechtliche Regelungen, Sicherheitsvorschriften oder Compliance-Vorgaben. Virtual Solution zeigt, was Unternehmen gegen den Wildwuchs mobiler Schatten-IT tun können. Die Schatten-IT ist für Unternehmen schon immer ein Problem gewesen: Waren es früher vor allem persönliche Excel-Sheets oder Datenbanken, die eine weitgehend unkontrollierte und nicht autorisierte IT-Struktur bildeten, so geht es mittlerweile mehr und mehr um mobile Systeme und Anwendungen. Smartphones und Tablets werden von Mitarbeitern an den Vorschriften der Unternehmens-IT vorbei genutzt. Sie verwenden Apps wie WhatsApp und Evernote oder Fileshares wie Dropbox oder Google Drive auch für ihre beruflichen Aufgaben.

  • Wenn Kryptojacking auf die Cloud trifft

    Mit prominenten Opfern tauchte Kryptojacking in der ersten Jahreshälfte 2018 mehrmals in den Schlagzeilen auf. Bei dieser Angriffstechnik kapern Hacker fremde Geräte um Kryptowährungen zu schürfen. Kryptowährungen werden durch das Lösen komplexer mathematischer Probleme generiert. An sich ein legitimer Vorgang, allerdings erfordert dieser eine hohe Rechenleistung und ist damit überaus ressourcenintensiv. Für Kriminelle ist es daher lukrativer, das Schürfen widerrechtlich auf fremde Infrastrukturen auszulagern. Das Kapern von Geräten und Netzwerken und die Bündelung zu einem Botnetz maximiert ihre Schürfkapazitäten und beschert einen höheren Gewinn, da sie diese Ressourcen nicht selbst kostenpflichtig unterhalten müssen. Ebenfalls attraktiv sind die damit verbundenen geringeren Konsequenzen: Fälle von Kryptojacking, insbesondere in den USA, werden von den Behörden weniger aggressiv verfolgt als Angriffe mit Malware oder Ransomware, wo das Schadensausmaß deutlich höher ist.

  • Herausforderung: Das Weitverkehrsnetzwerk

    Seit rund 20 Jahren gibt es Unified Communications (UC). Doch die Nachfrage nach UC-Lösungen erreichte nie das prognostizierte Niveau, das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Der Grund für diesen Umschwung ist UC as a Service. Bei UCaaS nutzen Unternehmen Unified-Communications-Dienste, die über eine Cloud bereitgestellt werden. Zu den Vorteilen zählen kürzere Implementierungszeiten und geringere Investitionskosten. Unterschätzt wird jedoch ein weiterer Vorzug: UC as a Service stärkt die Innovationskraft von Unternehmen. Wenn die eigene IT-Abteilung neue UC-Funktionen bereitstellen muss, dauert das oft Monate. Mit UCaaS sind aber solche Erweiterungen dagegen sofort verfügbar. Ein Beispiel sind Funktionen, mit denen Arbeitsgruppen die Zusammenarbeit optimieren können, Stichwort "Collaboration".

  • Sichere SD-WAN-Bereitstellung

    Unternehmen, deren Standorte landes- oder weltweit verteilt sind, verbinden diese häufig seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, per MPLS-Leitungen (Multiprotocol Label Switching). Doch vor allem durch den steigenden Einsatz von Cloud Computing-Technologien ist diese Architektur mittlerweile veraltet. User, Daten und Anwendungen sind heutzutage weit verstreut, Angestellte arbeiten von überall aus und nutzen eine Vielzahl an Geräten. Vor dieser Entwicklung war die Implementierung von Sicherheitskontrollen relativ einfach dahingehend, dass ein definierter Perimeter um alle zu schützenden Vermögenswerte eines Unternehmens existierte. So konnten IT-Teams eine Vielzahl von Sicherheitstechnologien zentral einsetzen. Remote-Standorte wurden in diesen Sicherheitsbereich einbezogen, indem der gesamte Verkehr über MPLS zu einer großen zentralen Firewall umgeleitet wurde, die für die Traffic-Regulierung und Durchsetzung der Sicherheitsrichtlinien sorgte.

  • Herausfinden, was migriert werden muss

    Mehr als 70 Prozent aller Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit Microservices. Viele haben sie bereits im Einsatz, andere bereiten gerade die Migration vor - und das mit gutem Grund. Sie versprechen sich davon eine schnellere Weiterentwicklung ihrer Anwendungen, mehr Flexibilität, mehr Leistungsfähigkeit und eine bessere Skalierbarkeit. Wer den Umstieg jedoch unbedacht angeht, schafft mehr Probleme als er löst. Gregor Keller, Sales Engineering Manager bei AppDynamics, nennt als Application-Performance-Expertin die drei größten Herausforderungen, die ihnen tagtäglich begegnen.

  • Technische Umsetzung von IoT-Projekten

    Viele Unternehmen zögern noch bei der Umsetzung von Internet of Things (IoT)-Projekten. Sie verrennen sich in technischen Überlegungen, statt sich auf das zu fokussieren, worauf es eigentlich ankommt: Mit angemessenem Aufwand schnell einen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Mehr Mut ist gefragt. Die folgenden vier Tipps helfen dabei. Unternehmen beginnen ein IoT-Projekt häufig mit einem Proof of Concept, um die technische Machbarkeit zu prüfen. Was Sie dabei verkennen: Die Basistechnologie ist heute so weit fortgeschritten, dass sie kein limitierender Faktor mehr ist. Man braucht sich darüber gar nicht so sehr den Kopf zu zerbrechen.